Die Kunst ist weiblich.

Ilsetraut Glock: Die Nibelungen, Mischtechnik (Foto: Susanne Hinsching)„Die Kunst ist weiblich.“ Sonderausstellung im Kunsthaus Meyenburg

Unter dem Titel „Die Kunst ist weiblich.“ präsentiert die Sonderausstellung im Kunsthaus Meyenburg die Werke von 33 Künstlerinnen der Gegenwart. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Werke der Bonner Künstlerin Ilsetraut Glock, die am 8. April 99 Jahre geworden wäre.
Die Ausstellung zeigt neben ihrem bekanntesten grafischen Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ erstmals fast vollständig das malerische Oeuvre der in Nordhausen 1915 geborenen Künstlerin. Dazu gehören ihre Werke aus der „Gletscher-Reihe“ ebenso wie der „Nibelungen-Zyklus“, den Ilsetraut Glock in fünf großformatigen Blättern im Zeitraum von 1983 bis 1985 in Mischtechnik mit Linolkreide, Tusche, Acryl und Rötel zum Thema „Nibelungen“ geschaffen hat.

Da sich Ilsetraut Glock im Laufe ihres Lebens sehr intensiv für die Künstlerinnen der Gegenwart eingesetzt hat, was unter anderem ihr Engagement bei der GEDOK beweist, werden ihre Werke in der Nordhäuser Ausstellung durch die Arbeiten von 33 zeitgenössischen Künstlerinnen ergänzt. Zu ihnen gehören die Preisträgerinnen des alle 2 Jahre an Künstlerinnen und Künstler aus Mitteldeutschland verliehenen Grafikpreises der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung: Petra Albrecht (Weimar), Katrin Gaßmann (Erfurt), Uta Zaumseil (Zehla-Mehlis), Karin Pietschmann (Leipzig) und Ulrike Theusner (Weimar). Präsentiert werden in dieser eigens für das Kunsthaus Meyenburg konzipierten Sonderausstellung auch Grafiken der deutschen Künstlerinnen Elvira Bach (Berlin), Gertrude Degenhardt (Bonn), Roberta Bergmann (Braunschweig) sowie der polnischen Künstlerin Agnieszka Liasiak, der Koreanerin Chow Chung-Cheng und der Nordhäuser Grafikerinnen Ute Zyrus und Karin Kisker.

Das Ziel der Ausstellung ist es einerseits, die Künstlerin Ilsetraut Glock zu würdigen, deren vielseitiges und umfangreiches Oeuvre sich sowohl im Rheinischen Landesmuseum, im Kunsthaus Meyenburg sowie in Privatbesitz befindet, anderseits wird diese Ausstellung aber auch einen besonderer Blick auf die Vielfältigkeit und künstlerische Qualität der „weiblichen“ Kunst werfen. Es werden Fragen gestellt: In der Kunstgeschichte gibt es nur wenige bekannte Künstlerinnen, warum ist das so? Wie unterscheidet sich die Kunst von Frauen von der ihrer männlichen Kollegen? Ist die Kunst von Künstlerinnen wirklich anders oder gibt es Gemeinsamkeiten? Gibt es eine weibliche Sicht in oder auf die Kunst?

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 8. März, dem internationalen Frauentag, statt. Anlässlich der Nordthüringer Kulturnacht am 29. März 2014 wird es in der Ausstellung ein interessantes Begleitprogramm geben; Führungen, Lesungen, Künstlergespräche, verschiedenste musikalischen Darbietungen - von 30er Jahre Musik bis zum Operetten-Programm - alles jedoch ausschließlich mit weiblichen Protagonistinnen, z.B. vom Theater Nordhausen.
Die Ausstellung ist vom 8. März bis zum 31. Mai 2014 im Kunsthaus Meyenburg zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis Do 10 bis 17 Uhr
Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Zeitraum:
08.03.2014 - 31.05.2014
Ort:
Kunsthaus Meyenburg
Veranstalter:
03631/881091



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