Kornmarkt: Letzter verbliebener DDR-Block der Innenstadt wird auf Vordermann gebracht

Mittwoch, 17.August 2011, 17:34 Uhr
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Zu den Bildern: So sollen die Blocks nach der Sanierung aussehen. Die Farbgestaltung ist allerdings noch nicht endgültig. Bilder: ARC GmbH


Nordhausen (psv) Der letzte verbliebende DDR-Wohnblock in der Nordhäuser Innenstadt wird auf Vordermann gebracht: Ab Frühling kommenden Jahres wird die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) die Häuser Kornmarkt 6-8 sanieren und umbauen. Gestaltet werden die Häuser nach den Entwürfen jenes Magdeburger Büros, das auch die früheren DDR-Wohnblocks auf der Westseite der Rautenstraße umgestaltete. Für diese Umgestaltung hatte es den Thüringer Architekturpreis gegeben.

„Mit der Sanierung dieser Häuser sind wir mit der Sanierung sämtlicher Wohnhäuser aus DDR-Zeiten in der Innenstadt fertig“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. „Wir haben uns damit ein wenig mehr Zeit gelassen als andere Thüringer Kommunen, dafür aber Wert auf Qualität gelegt. Dass unsere Innenstadt auch deshalb ein beliebtes Wohnquartier ist, freut uns“, so Frau Rinke. Mit Blick auf junge Familien werde einen Schwerpunkt auch auf die Gestaltung der Freiflächen hinter den Häusern legen. „Deshalb wird hier nämlich bewusst nicht das Auto oder der Parkplatz bestimmendes gestalterisches Element sein“

Für die Sanierung wendet die SWG 3,4 Millionen Euro auf, im Frühjahr 2013 sollen die ersten Mieter (wieder)einziehen können, sagte SWG-Geschäftsführerin Carola Franke. Mit der Sanierung der Häuser werde sich die zahl der Wohnungen von derzeit 35 auf 29 reduzieren, insbesondere wegen des Einbaus von Fahrstühlen, „denn alle Wohnungen werden barrierefrei- und ebenerdig begehbar sein, einige auch Rollstuhl gerecht.“ Darüber hinaus bekämen der Großteil der Wohnungen Balkons und Terrassen. „Und die meisten der Küchen werden nach dem Umbau ein Fenster haben“, so Frau Franke weiter. Von der Ein- bis zur Vier-Raum-Wohnungen werde alles im Angebot sein, also von 30 bis 90 Quadratmeter Wohnfläche. Die Kaltmiete werde bei 4,90 Euro liegen.

Die Entscheidung für das Magdeburger Architekturbüro sei das Ende eines längeren Auswahlprozesses gewesen, an dessen Anfang die Bewerbung von 17 Büros gestanden habe.

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