Erster Schritt vom Schulstandort zum Wohngebiet mit Ausblick: Fünf Architekten in der engeren Wahl

Freitag, 16.März 2012, 11:18 Uhr
Schulstandort
Zum Bild: Dort, wo zu DDR-Zeiten die „Karl-Marx“- und später die Schule „Nord“ stand, sollen jetzt Wohnungen gebaut werden. Das Auswahlverfahren für die Architekten hat jetzt begonnen.

Foto: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen.


Nordhausen (psv) Mit der Vorauswahl von 5 Architekturbüros hat gestern die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) den 1. Schritt getan zur Wiederbebauung und Entwicklung des früheren Standortes der Schule „Nord“ zu einem Wohnungsstandort.

„Als Ergebnis eines Europaweiten Wettbewerbsverfahrens hatten wir 49 gültige Bewerber. Aus diesen haben wir fünf in die engere Wahl genommen. Diese werden sich im Mai in einem zweistufigen Verfahren einer Fachjury vorstellen, die dann über den Favoriten entscheidet“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der SWG ist. „Alle fünf – darunter auch Büros aus Thüringen - konnten exquisite Referenzen vorweisen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.“ Außer Frau Rinke und SWG-Geschäftsführerin Carola Franke werden der SWG-Fachjury Unternehmensmitarbeiter angehören. Sie werden von drei Sachverständigen unterstützt.

Noch in diesem Jahr soll mit der Erschließung des künftigen Wohngebiets begonnen werden. Wenn alles planmäßig können wie schon Ende 2012 die Bagger für die Erschließungsarbeiten sehen. Ab 2013 kann gebaut werden“, sagte jetzt SWG-Geschäftsführerin Carola Franke. Auf dem Areal der früheren Schule will die Gesellschaft bis zu 60 Wohnungen bauen.

„Der Bedarf ist da. Seit der ersten Ankündigung des Vorhabens vor knapp zwei Jahren haben wir bereits 150 Anträge. Offensichtlich bedienen wir eine große Nachfrage, die es in Nordhausen gibt. So sollen möglichst viele barrierefreie Wohnungen entstehen, mit Aufzug, wenig Schwellen im öffentlichen und nichtöffentlichen Bereich und in verschiedensten Größenordnungen. Wichtig für viele Interessenten ist ebenso ein komfortables Bad oder eine Küche mit Fenster.

Dass die Wohnungen über eine Terrasse oder einen Balkon verfügen müssen, ist selbstverständlich. Bei den umfangreichen Sanierungen im Bestand ist das Umsetzen all dieser Wünsche meistens nicht möglich. Mit den geplanten variablen Grundrissen der Wohnungen sprechen wir auch jene Mieter an, denen großzügiges Wohnen im Stadtteil Nordhausen Nord wichtig ist. Die gute Infrastruktur, Krankenhaus, Straßenbahn, Einkaufsmärkte, Sparkasse usw., ist auch der Grund, dass Nordhausen Nord der am meisten nachgefragte Wohnungsstandort in unserem Unternehmen ist. Es soll ein Mix für alle Generationen, für Jung und Alt entstehen“, so die Geschäftsführerin weiter.