Oberbürgermeister: Bespieltheater ist keine Option für Nordhausen

Montag, 17.Juni 2013, 14:42 Uhr
Nordhausen (psv) Am Rande eines Treffens mit dem Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), Frank Kätzschmar, im Nordhäuser Rathaus hat Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh gesagt, dass „ein Bespieltheater keine Option für die Nordhäuser Bühne ist.“

Thema des Gesprächs mit Krätschmar war die Bedeutung unterschiedlicher Faktoren für die Entwicklung einer Stadt. Neben ausreichend Arbeitsplätzen, einer guten Versorgung mit Kita-, Schul- und Ausbildungsplätzen, einer guten Verkehrsanbindung sei auch ein qualitätsvolles Kulturangebot zunehmend ausschlaggebend für die Attraktivität einer Stadt. „Dies gilt sowohl für die Lebensqualität der bereits ansässigen Bürgerinnen und Bürger, spielt aber auch eine wichtige Rolle für potenzielle Neubürger und Investoren. Diese sehen vor ihrer Entscheidung auf Niederlassung sehr genau hin, ob auch das gesellschaftlich-soziale und kulturelle Umfeld stimmt. Dies gilt auch ganz konkret mit Blick auf die Studenten und das akademische Personal der Fachhochschule “, sagte Dr. Zeh.

Nordhausen habe eine gewachsene und tief verwurzelte Theatertradition. „Die Bühne ist ein wichtiger Identifikationspunkt für die Menschen dieser Stadt– und der Region. Darüber hinaus prägen die Künstler den Geist einer Stadt, der sich ergänzt mit dem Charakter Nordhausens als Hochschulstadt. Und gelungene Eigenproduktionen machen von sich reden und erreichen auch Besucherüber die Thüringer Landesgrenzen hinaus“, so der Oberbürgermeister weiter. Darüber hinaus seien die mehreren hundert Mitarbeiter des Theaters ein Wirtschaftsfaktor wie natürlich auch die Besucher. Diese reduzierten ihren Aufenthalt in Nordhausen nicht nur auf den Theaterbesuch. „Auf die Rolle des Theaters als Wirtschaftsfaktor weise ich immer hin, wenn ausschließlich auf die - natürlich - hohen Subventionen für das Theater gezeigt wird“, sagte Zeh.