Verschollene Bürgermeisteramtskette wird im Museum „Flohburg“ gezeigt

Montag, 15.September 2014, 12:40 Uhr
Nordhausen (psv) Die lange als verschollen gegoltene und jetzt aus den USA zurück gekaufte Bürgermeisteramtskette der Stadt Nordhausen ist jetzt wieder nach Nordhausen zurück gekehrt. In der FLOHBURG | Das Nordhausen Museum, Barfüßerstraße 6, ist sie seit einigen Tagen damit neustes Exponat in der stadthistorischen Sammlung.

"Ein Stück Identität" sei nach Nordhausen zurückkehrt, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh anlässlich der Übergabe der historischen Amtskette der Nordhäuser Bürgermeister.

Bernhard Sourell übergibt die Kette an den Oberbürgermeister
Zum Bild: Familie Sourell übernahm den Ankauf der Kette und Bernhard Sourell übergibt dem Oberbürgermeister die Kette für die stadthistorische Ausstellung.

Er dankte vor allem dem Ehepaar Christa und Bernhard Sourell, der Energieversorgung Nordhausen (EVN) sowie dem Nordhäuser Jost-Dieter Rudloff, die durch ihre Spenden den Rückkauf erst möglich machten. Aber auch dem früheren Nordhäuser Bürgermeister Dr. Manfred Schröter und dem Stadtrat Steffen Iffland, die sich für die Rückkehr vor allem ideell eingesetzt hätten, dem Goldschmied Hans-Jürgen Nüßle sowie dem Nordhäuser Heimatforscher und Münz- und Regionalhistoriker Paul Lauerwald, die Expertisen zur Kette erstellt hätten, gebühre Dank.

Die Vorderseite der Kette trägt die Inschrift „Magistrat zu Nordhausen 1831“, die Rückseite: „Friedrich Wilhelm III, Gründer der Städteordnung 1808“. Darunter befindet sich das Künstlersignet „K. Fischer 1844.“ Belegt ist, dass es eine solche goldene Amtskette des Oberbürgermeisters noch im Jahr 1936 gab anhand eines Zeitungsberichts anlässlich der Begrüßung der Fliegergarnison am 7. April. Auch bei der Amtseinführung von Oberbürgermeister Dr. Herbert Meyer 1943 ist die Existenz der Amtskette belegt. Seit 1945 galt sie als verschollen.