ICAN Nordhausen: Kurzentschlossener Seifert schickt Kampfansage, Brite Ward Muñoz am Start

Donnerstag, 13.August 2015, 16:10 Uhr
Nicolas Ward MunozWie das Organisationsbüro des ICAN Nordhausen mitteilt, wird es bei der dritten Auflage des ICAN Nordhausen kommenden Sonntag weitere Prominenz geben. Neben den Vorjahressiegern Katja Konschak sowie Markus Liebelt, Lokalmatador Peter Seidel und den Jungspunden um Suse Werner, Franziska Tiex und Sebastian Guhr haben sich im Herrenbereich der Brite Nicolas Ward Muñoz genauso wie Carsten Nørregaard aus Dänemark angemeldet.

Florian Seifert
Auch der Berliner Profi-Triathlet Florian Seifert entschied sich kurzfristig für einen Start im Südharz und schickte nach seinem sturzbedingten Ausscheiden in der Vorwoche in Wiesbaden eine Kampfansage an die Konkurrenz. Im Damenbereich kann Romy Stotz (Moritzburg) zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden.

Neben den nationalen Spitzenathleten nehmen mit Nicolas Ward Muñoz und Carsten Nørregaard zwei internationale Spitzensportler den diesjährigen ICAN in Angriff. Ward Muñoz wurde in Großbritannien geboren, wuchs auf Lanzarote auf und zog 2010 in die Heimat seiner Frau Mette nach Kolding (Dänemark). „Dort lernte ich Carsten kennen. Wir trainieren oft miteinander und reisen gemeinsam an“, so der Topathlet. Beide sind bei der dritten Austragung des ICAN zum engen Favoritenkreis zu zählen. Da Ward Muñoz, im Vorjahr noch Achter beim Ironman 70.3 in Rügen, in diesem Jahr in seiner Heimat ein Marketing-Studium begann, ist er kein Vollzeitprofi mehr. Trotzdem ist dem 33-Jährigen eine Topplatzierung zuzutrauen, so wurde er im Mai trotz reduziertem Training Gesamt-14. beim Ironman Lanzarote und lief einen Halbmarathon in Dänemark in 1:15 Stunden: „Seit einigen Wochen habe ich Ferien und konnte meinen Trainingsumfang wieder steigern. Mein Ziel ist es nicht langsamer zu sein als in meiner Zeit als Vollzeit-Profi.“ Auch für Nørregaard ist der ICAN der Saisonhöhepunkt. Bisher hat er in diesem Jahr die Mitteldistanz im dänischen Jels absolviert, wurde in 4:05 Stunden starker Zweiter. „Seitdem habe ich vor allem am Laufen gearbeitet und möchte mich nochmal steigern“, kündigt der Fünfte des Cologne Triathlon 2013 an.

Ebenfalls am Start ist mit dem Berliner Profi Florian Seifert ein weiterer nationaler Spitzenathlet und Mitteldistanzspezialist. Der 24-Jährige aus dem Erdinger Alkoholfrei Perspektivteam stürzte in der Vorwoche beim Ironman 70.3 Wiesbaden auf dem Rad, zog sich aber nur Schürfwunden zu und möchte nun im Südharz den großen Wurf landen: „Die Form ist da, ich bin gut drauf. Das möchte ich nutzen. Ich kenne meine Konkurrenten und habe sie auch schon öfter besiegt. Ich mache mir durchaus Hoffnungen auf den Sieg.“ Dabei möchte Seifert, in diesem Jahr bereits Fünfter der Challenge Dänemark über die Mitteldistanz, das Rennen von Beginn an bestimmen.
„Meine Stärke ist es schnell anzuschwimmen, am liebsten würde ich schon an der ersten Boje in Führung sein und dem Ganzen meinen Stempel aufdrücken. Auf dem Rad möchte ich schon die Vorentscheidung suchen, da ich beim Laufen gern mit einem Polster auf die Strecke gehe“, schickt der Radspezialist eine Kampfansage an den Rest des Männerfeldes um Vorjahressieger Markus Liebelt, Lokalmatador Peter Seidel und Profi-Kollege Sebastian Guhr. Getreu dem Veranstaltungsmotto „today's champions meet stars of tomorrow“ zählt auch Florian Seifert trotz seiner Erfolge in den vergangenen Jahren noch zu den Athleten mit Entwicklungspotenzial in der Zukunft. „Im kommenden Jahr möchte ich dann die Qualifikation für die Ironman 70.3-Weltmeisterschaft im Profifeld schaffen“, blickt Seifert voraus.

Als zusätzliche Anwärterin auf einen Podestplatz im Damenfeld startet neben Topfavoritin Katja Konschak, Suse Werner (Potsdam) und der Magdeburgerin Franziska Tiex die Sächsin Romy Stotz, in diesem Jahr immerhin Zwölfte der Challenge Roth in 9:54 Stunden. In Vorbereitung auf den Ironman Wales im September bietet der ICAN durch das vor allem im Laufen anspruchsvolle Streckenprofil eine optimale Standortbestimmung für die 41-jährige Moritzburgerin. „In den vergangenen Wochen habe ich sämtliche Hügel und Berge erklommen. Ich hoffe auf gute Leistungen und Zeiten in allen drei Disziplinen. Das Podium wäre tolle, hat aber kein Priorität“, so Strotz.