Aus dem Hauptausschuss

Donnerstag, 05.Oktober 2017, 07:46 Uhr
Nordhausen (psv) In der Sitzung des Hauptausschusses wurde mehrere Auftragsvergaben beschlossen.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
Die Straßenbeleuchtung der Stadt Nordhausen soll teilweise auf LED umgestellt werden. Den Bauauftrag dazu erhielt die Stadtwerke Nordhausen - Stadtwirtschaft GmbH in Höhe von 514.773,72 € brutto. Das beschloss der Hauptausschuss in seiner gestrigen Sitzung.

Die Leistungen zur teilweisen LED-Umstellung seien öffentlich ausgeschrieben worden, wobei von 9 Bewerbern die Ausschreibungsunterlagen abgefordert wurden, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Zum Submissionstermin lagen der Vergabestelle vier Bieterangebote vor, zwei davon seien von der Wertung wegen der Vermutung einer wettbewerbsbeschränkenden Abrede ausgeschlossen worden. Die Stadtwerke Nordhausen - Stadtwirtschaft GmbH - hat das wirtschaftlichste Angebot erstellt.

Sanierung der ehemaligen Kelleranlage der alten Dombrauerei in der Kranichstraße
Für die Erteilung des Bauauftrages für die Rohbauarbeiten für die Sanierung beziehungsweise Sicherung der ehemaligen Kelleranlage der alten Dombrauerei in der Kranichstraße 15/16, an die Firma H.W.S. Servicegesellschaft aus Nordhausen, gab der Hauptausschuss auf seiner gestrigen Sitzung ebenfalls die Zustimmung.

Gemäß Stadtratsbeschluss vom 7. Dezember 2016 wurde der Sicherung und Sanierung der denkmalgeschützten Keller der alten Dombrauerei in der Kranichstraße bereits zugestimmt. Daraufhin wurden die diesbezüglichen Rohbauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Fünf Angebote sind fristgerecht eingegangen. Davon habe die Firma H.W.S. Servicegesellschaft aus Nordhausen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben, sagte Bauamtsleiter Jens Kohlhause.

„Da sowohl die denkmalgeschützten Kelleranlagen als auch der Platz darüber im Bereich der Bäckerstraße frei zugänglich sein soll, macht sich eine Sicherung der Fläche mit einer betonplatte notwendig“, sagte er.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 239.138,77 € brutto, hiervon sind 15 % Eigenmittel und 85 % Fördermittel.

Ersatzneubau der Brücke in Hesserode
Die Brücke in der Kleinwertherstraße im Nordhäuser Ortsteil Hesserode soll erneuert bzw. neu gebaut werden. Den Planungsauftrag für Tragwerk und Ingenieurbauwerk für den Ersatzneubau in Höhe von 34.128,48 € brutto vergab der Hauptausschuss an das Planungsbüro- Ingenieurgemeinschaft Gebr. Tölle GbR in Nordhausen.

Die Brücke sei in den 50er/60er Jahren mit Spannbeton gebaut wurden, der die Eigenschaft habe, ohne Ankündigung bei Nässe zu brechen, erklärte Bauamtsleiter Jens Kohlhause. Dies habe die Ingenieurgesellschaft Lindschulte aus Erfurt im Rahmen einer Sonderprüfung auf Spannungsrisskorrosion nach einer Prüfung auch tatsächlich festgestellt, so dass im Ergebnis zur Abwehr von Gefahren ein kurzfristiger Ersatzneubau empfohlen wurde. Die Beantragung von Fördermitteln beim Straßenbauamt Nordthüringen für die Maßnahme, mache eine entsprechende Planung des Brückenersatzneubaues erforderlich, sagte er weiter.

Die Ausführung der Baumaßnahme ist nach Bereitstellung der Fördermittel im Jahr 2018 geplant.

Grundhafter Ausbau der Gehwege Grimmelallee von der Kreisvolkshochschule bis zur „Europakreuzung“
Die Grimmelallee soll vom Straßenbaulastträger, dem Straßenbauamt Nordthüringen, ab dem kommenden Jahr grundhaft ausgebaut werden. „Wir wollen uns da mit den Nebenanlagen ebenfalls anschließen“, so Jens Kohlahuse. In diesem Zuge soll auch der Gehweg, für welchen die Stadt Nordhausen Straßenbaulastträger ist, ebenfalls grundhaft ausgebaut werden. Der Baubereich wird von der Kreisvolkshochschule bis zur „Europakreuzung“ sein. Der Ausbau ist in 2 - 3 Bauabschnitten vorgesehen. Da für die Fördermittelbeantragung eine Planung zwingend notwendig ist, wurde diese von der Stadtverwaltung ausgeschrieben.

Der Hauptausschuss hat jetzt den Planungsauftrag für die verschiedenen Bauabschnitte in Höhe von insgesamt 48.300 € brutto zum grundhaften Ausbau der Gehweganlage im Zuge der Gemeinschaftsmaßnahme Ortsdurchfahrt Nordhausen B 4 - Grimmelallee an das Ingenieurbüro Peuker & Nebel GbR, Industriestraße 1 in 99427 Weimar erteilt.

Der Gehweg bzw. die kompletten Nebenanlagen sowie die Beleuchtungsanlage befinden sich derzeit größtenteils in einem schlechten Zustand. Die Verkehrssicherheit könne somit nur mit erhöhtem Aufwand gewährleistet werden, heißt es in der Begründung des Beschlusses..

Die Finanzierung der späteren Baumaßnahme erfolgt zum einen durch Fördermittel, zum anderen aus Anliegerbeiträgen und dem verbleibenden Eigenanteil der Stadt Nordhausen.

Neugestaltung der Außenanlagen in der Käthe - Kollwitz - Schule
Für die Neugestaltung der Außenanlagen in der Grund- und Regelschule „Käthe Kollwitz“ hat Hauptausschuss den Planungsauftrag an das Planungsbüro Götze in Nordhausen erteilt.

In der Grund- und Regelschule „Käthe Kollwitz“ sollen die Außenanlagen und Sportflächen erneuert werden. Geplant ist, die Sportanlagen an die Normen für den Schulsport anzupassen, das heißt es werden eine zweizügige 60 m Laufbahn, eine Doppel-Kugelstoßanlage sowie eine Doppel-Weitsprunganlage neu errichtet. Weiterhin werden die Außenanlagen zum Teil neu gestaltet und die Schmutzwasserkanäle erneuert.

Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 173.400,00 € brutto und der Planungskosten von 33.600,00 € brutto erfolgt aus der ersparten Darlehensrückzahlung der Lessingschule in Höhe von 107.000 Euro und aus 100.000 Euro Eigenmitteln.

Planungsleistungen zur Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze
Der Hauptausschuss der Stadt Nordhausen beschließt, nach Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen das Büro ORTSBILD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Altendorf 43 in Nordhausen mit den Planungsleistungen zur Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze in folgenden Objekten zu beauftragen:
- Kindergarten „Domino“ Auftragssumme 126.901,64 € brutto
- Kindergarten „Kleine Spürnasen“ Auftragssumme 7.725,28 € brutto
- Kindergarten Mehrgenerationenhaus (Reichsstraße 12) Auftragssumme 69.942,81 € brutto

„Damit beginnen wir mit der Umsetzung der jüngsten Stadtratsbeschlüsse, nach denen in den Kindergärten „Domino“, „Kleine Spürnasen“ und im Mehrgenerationenhaus, Reichsstraße 12, ca. 70 zusätzliche Kindergartenplätze geschaffen werden sollen“, erklärte Bürgermeisterin Jutta Krauth. Die Beauftragung solle stufenweise erfolgen, ergänzte Jens Kohlhause.

Das Büro ORTSBILD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH aus Nordhausen hat hierfür bereits eine Voruntersuchung als Entscheidungsgrundlage durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Voruntersuchung sollen nunmehr die Planungen erstellt werden.