Im Kunsthaus Meyenburg: Tanzender Warhol , PopArt und Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung mit Bildergalerie

Montag, 22.März 2010, 10:09 Uhr
Nordhausen (psv) Am Samstagnachmittag eröffnete die neue Sonderausstellung „PopArt im Kunsthaus“, die in Verbindung mit der Uraufführung des Pop-Art-Balletts „Bunt, schrill, sexy“ im Theater Nordhausen stattfand. Damit setze sich die „seit Jahren lustvolle Zusammenarbeit mit dem Theater Nordhausen fort“, sagte Anja Eisner, Chefdramaturgin des Theaters, zur Einführung in die Ausstellung. Ausschnitte aus dem Ballett präsentierten die Tänzer Auke Swen und Beth Keasey den zahlreich erschienenen Besuchern zur Vernissage.

In der Ausstellung werden 54 Grafiken der bekanntesten Künstler der internationalen Pop Art Kunst gezeigt, unter anderem von Peter Blake, Allen Jones, Richard Lindner, Werner Berges, Mel Ramos, Tom Wesselmann und Roy Lichtenstein. Im Mittelpunkt steht der bekannteste amerikanische Pop-Art Künstler Andy Warhol, zu dessen berühmtesten Werken die schrillfarbigen Siebdrucke mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten – wie „Beethoven“ – gehört.

Ein Großteil der Kunstwerke stellte die Bode-Galerie in Nürnberg als Leihgaben zur Verfügung. Die Ausstellung wird durch Werke aus der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung ergänzt.

„Den 2. Teil der Ausstellung widmen wir unserer Ehrenbürgerin Ilsetraut Glock, die
am 8. April ihren 95. Geburtstag begeht“, sagte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Im Obergeschoss des Kunsthauses seien deshalb 40 Werke aus allen Schaffensphasen der Künstlerin zu sehen.

„Pop-Art ist eine Kunstrichtung in Malerei und Grafik, die in England und den USA in den 1950er Jahren parallel entstanden ist“, so Anja Eisner. Pop-Art stehe abgekürzt für beliebte, volkstümliche Kunst. Das Populäre der Pop-Art liegt dabei in den trivialen Bildmotiven; so orientiere sich die Pop-Art stark an Werbetafeln, Konsumgütern und weiteren Elementen des Großstadtlebens und der Massenmedien. Die Pop-Art ließ erstmals das Massentaugliche, das Populäre zur Kunst werden. Sie entwickelte sich in den 1960er Jahren zur herrschenden künstlerischen Ausdrucksform.

Besonders in den USA ist das Ziel der Pop-Art, die Welt des Supermarktes und der Massenproduktion, Comics, strahlende Stars mit dem Image der ewigen Jugend – wie Marilyn Monroe - zu zeigen. Die Pop-Art arbeitet mit Alltagsgegenständen, die sie isoliert und dadurch fokussiert. Die Künstler nahmen skurrile und banale Alltagsgegenstände und schufen daraus Kunstwerke, die auf satirische Weise die modernen Werte in Frage stellen sollten. Viele Elemente und Formen werden hyperrealistisch und - wie in Comic-Heften - vereinfacht dargestellt. Banale Alltagsgegenstände werden isoliert oder verfremdet, so dass es zu einer Verknüpfung von Realität und Kunst kommt. Mit schrillen Farben auf großformatigen Leinwänden entstanden werbende Bilder von Cola-Flaschen oder Waschmitteln.
Technisch bedient sich die Pop-Art des Siebdrucks und der Fotomontage. Mit diesen grafischen Techniken konnten große Mengen von Kunstwerken seriell hergestellt werden, um sie den Massen zugänglich zu machen.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai im Kunsthaus zu sehen.

Hier eine kleine Bildergalerie.
Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"
Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"Vernissage: "PopArt im Kunsthaus"
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