Sehenswürdigkeit der Stadt Nordhausen


Natürliche Sehenswürdigkeiten

Der Raum um Nordhausen bietet viele Möglichkeiten zum Erkunden von natürlichen Sehenswürdigkeiten. Nachfolgend sind einige beschrieben:

Salza ? Quelle/-Spring

Die Salza-Quelle oder der Salza-Spring ist die größte Karstquelle Thüringens. Nach einigen Monaten Verzögerung tritt hier Wasser zu Tage, das zuvor im nördlich gelegenen Gipskarstgebiet versickert war. Die Quelle schüttet durchschnittlich 700 Liter Wasser pro Sekunde aus.

Zum Salza-Quellsystem gehört auch das „Grundlose Loch“ ? ein kreisförmiger, wasserfördernder Erdfall mit einer maximalen Tiefe von 3,5 Metern. Das aus diesem Quellteich hervortretende Wasser mit einer konstanten Temperatur von etwa 9,5 °C verhindert auch in sehr kalten Wintern ein Zufrieren des Teiches.

Den Salza-Spring erreicht man über die Straße der Opfer des Faschismus in Nordhausen. Er befindet sich in der Nähe der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Karstwanderweg

Am Südhang des Harzes erstreckt sich ein ca. 100 km langer Streifen, an dem die Gesteine des Zechsteines als „grüner Karst“ an die Oberfläche treten. Vorwiegend sind dies die weißen Gipsgesteine. Die gute Wasserlöslichkeit hat innerhalb kurzer Zeiträume eine einzigartige Landschaft geschaffen. Diese zeichnet sich durch mannigfaltige Karsterscheinungen ? wie Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden, Höhlen u. a. aus.

Vor einigen Jahren wurde zwischen Osterode (Niedersachsen) über Nordhausen (Thüringen) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) der Karstwanderweg angelegt. Allein in der Region Nordhausen verläuft er über 50 Kilometer Länge, mit 40 Erläuterungstafeln.

Einstiegsorte zum Karstwanderweg im Stadtgebiet befinden sich am „Alten Stolberg“, im Ortsteil Steigerthal sowie in Hörningen und am Kohnstein.

Erdfälle im Alten Stolberg

Die Erdfälle im „Alten Stolberg“ zählen zu den markanten Karsterscheinungen. Der geringmächtige Bundsandstein, der auf stellenweise ausgelaugtem Gips liegt, bricht hier trichterförmig in sich zusammen.

Gipskristall aus Steigerthal - „Schwalbenschwanz-Zwilling“

Der im Ortsteil Steigerthal vorkommende Gips besteht an einigen Stellen aus einem durchsichtigen, fast glasähnlichen Gips ? bildet das sogenannte „Marienglas“. Dieses Glas wurde in früheren Jahrhunderten zur Verzierung von Marienbildern verwendet.

Alabaster ?Steinbruch an der Straße nach Rüdigsdorf

Der Alabaster-Steinbruch an der Straße nach Rüdigsdorf entstand durch einen historischen Gips-/Alabaster-Abbau und ist heute ein Naturdenkmal.
Eingelagert sind hier zwei Schichten mit Alabasterknollen. Alabaster ist ein besonders reiner, weißer Gips, der sich leicht bearbeiten lässt. Früher fertigte man aus ihm Schmuckelemente wie Figuren, Vasen u.ä.

Hörninger Kuppen

Die Hörninger Kuppen befinden sich zwischen dem Ortsteil Hörningen und Woffleben im 30 Hektar großen Naturschutzgebiet „Sattelköpfe“. Der Wechsel von Wald, Gebüschen, freien Graspartien und einzelnen Gips- und Dolomitfelsen macht den Reiz dieses Gebietes aus und bedingt die Mannigfaltigkeit der anzutreffenden Pflanzen- und Tiergesellschaften ? wie Kalkbuchenwald, mediterrane Trocken- und Halbtrockenrasen, Blaugrasrasen u. ä.

Schellenberg in Steigerthal

Der Schellenberg im Ortsteil Steigerthal ist ein Bodendenkmal eines prähistorischen Siedlungsplatzes mit geologisch interessantem Aufschluss von Gips und Plattendolomit. Er liegt am westlichen Rand des 12 Kilometer großen „Alten Stolberg“? eines geologischen Kleinods des Gipskarst - mit seiner typischen einzigartigen Flora und Fauna.



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