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Neues Heft der „Nordhäuser Nachrichten“ erschienen

Donnerstag, 30. Mai 2013, 09:21 Uhr
Nordhausen (psv) Wieder ist eine Sommerausgabe der "Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter" erschienen, herausgegeben vom Stadtarchiv und hergestellt vom Verlag Steffen Iffland. Sie wird ab Samstag, dem 1.Juni, in der Stadtinformation sowie auch im „Buchhaus Rose“ erhältlich sein. Arichivleiter Dr. Wolfram G. Theilemann kündigt jetzt den Inhalt des Heftes an.

Die Umschlaggestaltung lenkt den Blick zurück auf den Jahrestag der Zerstörung der Stadt 1945. Sie bietet dafür eine weitgehend unbekannte Kreidezeichnung (Rötel und schwarze Kreide auf olivgrünem Papier) von K. Ziegler, die freundlicherweise von der Grafischen Sammlung des Anger-Museums Erfurt bereitgestellt wurde. Kontrastiert wird dies durch 2 Fotos von etwa demselben Standort rund zehn Jahre später.

1955 entstand auch das Foto der inneren Umschlagseite, das die Reste der Nikolaikirche und die noch immer vorherrschenden Ruinen der nordwestlichen Umgebung des Marktes dokumentiert.

Die geschichtlich-landeskundlichen Beiträge sind wieder thematisch und chronologisch recht vielfältig. Natürlich sind Alt-Nordhausen, die eingemeindeten Ortsteile und der Südharz vertreten, wie dies schon seit Jahren kontinuierlich durchgehalten wurde. Zunächst bietet Paul Lauerwald auch aus aktuellem Anlass - eine detaillierte Untersuchung von Goldabschlägen städtischer Geprägen der Neuzeit der Reichsstadt Nordhausen, ergänzt durch eine Erinnerung an den Bankier Gustav Plaut deutsch-jüdischer Herkunft, der sich als Stifter wertvoller Münzen um seine Heimatstadt und ihr Museum verdient machte. Dr. Peter Kuhlbrodt präsentiert anschließend einen bisher noch kaum bekannten Bericht des Oberpredigers der St.-Johannis-Kirche zu Ellrich, Hermann Josias Reidemeister, über den Besuch des preußischen Königspaares 1805 in den Südharz. Weiterhin berichtet Thomas Kopf gewohnt anschaulich über Zeppelinfotos der Stadt vom 17.07.1913 aus seiner Privatsammlung, als der Zeppelin „Z IV“ Nordhausen aus Süden kommend überflog. 100 Jahre werden demnächst seither vergangen sein, auch wenn es schon nicht mehr die ersten Luftaufnahmen der Stadt waren. Jost-Dieter Rudloff dagegen widmet seinen reich bebilderten Beitrag der Erinnerung an eine vielleicht doch einigermaßen „ungewöhnliche Nordhäuser Abiturklasse?“ und damit über sich und seine seit dem Abitur an der Humboldtschule 1956 weit verstreuten KlassenkameradInnen.

Aus Anlass der in diesem Jahr gefeierten 725-Jahr-Feier Steigerthals berichtet Dorothea Heckel ebenso quellennah aus der 180-jährigen Geschichte der dortigen Feuerwehr.

In den „Nachrichten aus Museen, Bibliotheken und Archiven“ muss das zweite Quartalsheft 2013 leider zwei Nachrufe bieten. Frau Ilsetraut Glock-Grabe aus Nordhausen stammend, hochverdiente rheinische Künstlerin, Kunstsammlerin, Kunstmäzenin und namentlich Stifterin zugunsten Nordhausens verstarb im Januar 2013 und wird von Susanne Hinsching gewürdigt. Hans-Jürgen Grönke dagegen zeichnet das Leben und Wirken des um die jüngere Stadtgeschichtsforschung seiner Wahlheimat namentlich im Blick auf Straßen- und Unternehmensgeschichte und Postkartenansichten - hochverdienten Rainer Hellberg nach, der im März 2013 nach längerer Krankheit verstarb.

Abschließend wirft Heidelore Kneffel einen Blick auf die von ihr für den kommenden Sommer vorbereitete Sonderausstellung zu Ferdinand Heinrich Förstemann (1817-1876) - Verlagsbuchhändler in Nordhausen in der Flohburg | das Nordhausen Museum.

Das Stadtarchiv wendet sich erneut an die LeserInnen nach einer der im Stadtarchiv noch unverzeichnet vorliegenden historischen Fotographie von einem beeindruckenden Wohn- und Geschäftshauses in Nordhausen, 1898 abgelichtet von R. Schiewek. Die Reproduktion einer kolorierten Karte des Amtes Walkenried in den Grenzen des 17. Jahrhunderts, die freundlicherweise das Staatsarchiv Gotha bereitstellte, beschließt das Heft.
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