Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.

Weltfriedenstag: Nordhausen gedenkt der Opfer der Kriege

Montag, 01.September 2014, 16:20 Uhr
Kranzniederlegung
Zum Bild: Gedenken für die Opfer. Als Vertreter der Stadt Nordhausen legten Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (Mitte), Bürgermeister Matthias Jendricke (links) und Beigeordnete Hannelore Haase (rechts) einen Kranz nieder. Foto: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen.

Nordhausen (psv) An der Gedenkstele für die Opfer der Bombardierung der Stadt im Frühling 1945 vor dem Nordhäuser Rathaus wurde heute dem Beginn des 2. Weltkrieg vor 75 Jahren mit einer Kranzniederlegung gedacht.

In seiner Ansprache sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh „Wir müssen klar aussprechen: Deutschland hatte das Schwert gezogen, damals vor 75 Jahren. Noch am 1. September 1939 hatte die deutsche Luftwaffe die polnische Stadt Wielun dem Erdboden gleich gemacht. Warschau und Belgrad; Coventry und Rotterdam, London und Stalingrad – und das spanische Guernica - sind Städte, denen wir uns heute besonders nah fühlen müssen, weil sie ein tragisches Schicksal mit uns teilen: Auch sie wurden mit Bomben zu großen Teilen – oder ganz – ausradiert. Denn lange bevor am Himmel über Deutschland und damit auch in Nordhausen die alliierten Flugzeuge auftauchten, hatten deutsche Bomber in diesen Städten in ganz Europa 100.000 Menschen das Leben genommen.“

„Gerade heute – 75 Jahre nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs und 100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkriegs - sollten wir dankbar sein, dankbar sein für dass, was uns wie eine Selbstverständlichkeit erscheint: Frieden. Wir sollten um so mehr dankbar dafür sein, als in diesen Tagen wieder die Welle des Krieges ganze Regionen und Menschen unter sich begräbt, im Nahen Osten, in der Ukraine, und bei den furchtbarsten aller Kriegen: den Bürgerkriegen unter anderem in Syrien und dem Irak. Hunderttausende von Menschen sind in diesen Tagen auf der Flucht, müssen Todesangst erleiden, haben Familienmitglieder verloren. Lassen sie uns in dieser Stunde ihrer gedenken – in Dankbarkeit und Wachsamkeit.“