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Nötige Sanierung des Theaters: Klaan rät Stadt zu Realisierungswettbewerb Zeh: Prüfen alternative Betreiberformen für Theatergebäude

Freitag, 05. September 2014, 09:47 Uhr
Nordhausen (psv) Mit Blick auf die dringend nötige Sanierung des Nordhäuser Theatergebäudes hat Bau-Staatsekretärin Inge Klaan der Stadtverwaltung zu einem Realisierungswettbewerb geraten.

“Die Stadt sollte den Mut dazu haben. Mit dem Wettbewerb kommen Ideen aufs Papier, das Projekt bekommt damit quasi Hände und Füße. Und man hat mit dem Wettbewerbsergebnis einen Vorschlag, den man dann konkret mit den Menschen und den Fachplanern diskutieren kann“, so Frau Klaan bei einem weiteren Gespräch mit der Theaterleitung und Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh.

Ein Gutachten hatte jüngst für das Theatergebäude Eigentümerin ist die Stadt Nordhausen einen dringenden Sanierungsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe festgestellt u.a. bei den Sicherheitseinrichtungen. Darüber hinaus entspricht ein Großteil der Technik Nachkriegsniveau. Zur Behebung der Mängel ist unter anderem ein Anbau vorgesehen.

Ein solcher Wettbewerb sei bis zu 70 Prozent durch Bauministerium förderfähig. Und da auch das Thüringer Kultusministerium Fördermittel zugesagt habe, „muss man vor der Herkulesaufgabe der Theater-Sanierung auch nicht kapitulieren, sondern im Gegenteil als interessante Herausforderung sehen. Die Sanierung ist sowieso alternativlos. Das Gebäude ist die Geschäftsgrundlage des Theaterbetriebs. Kein Gebäude keine Kunst und Kultur mehr. Das wäre eine Katastrophe für Nordhausen. Und ist deshalb keine Option. Das Theater eigenbespielt und eigenproduzierend - gehört zur Stadt wie der Roland“, so Frau Klaan.

Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sagte, man müsse finanzielles Augenmaß behalten. „Wir stecken mitten in der Haushaltsgesundung und haben noch andere Projekte zu schultern.“ Allerdings sei er optimistisch: „In Erfurt wird man erkennen: Jetzt ist der Norden dran. Die meisten Theater im Freistaat sind bereits auf dem neusten technischen Stand. Es ist gut, sowohl vom Bau- als auch vom Kultusministerium zu hören, dass man Unterstützung geben will. Die Höhe muss nur angemessen sein.“ Im Rathaus prüften die Fachleute derzeit neue Betriebsformen für das Theatergebäude. „Finanzielle Zwänge setzen oft neue Ideen frei.“, so Dr. Zeh.

Auch Intendant Lars Tietje sagte, dass es nunmehr eines grundsätzlichen Ansatzes bedürfe. „Wir haben bis in die jüngste Vergangenheit mit jahrelangen Reparaturprovisorien gelebt. Packen wir die grundsätzliche Lösung an, hat Nordhausen nicht nur einen städtebaulichen Gewinn. Unsere Mitarbeiter können endlich entsprechend dem Stand der Technik arbeiten. Und ein Gebäude, das nach der Sanierung auch energetisch auf der Höhe der Zeit ist, spart auf Dauer immense Kosten.“

Wichtig sei, so Tietje, dass man in der Landesregierung erkenn, dass das Theater Nordhausen eine überregionale Bedeutung habe. „Die aktuell 105.000 Besucher generieren sich nicht nur aus Thüringen. Deshalb ist es mehr als sachlich geboten, dass sich unser Theater im nächsten Kulturkonzept der Landesregierung endlich unter der Kategorie jener Bühnen wiederfindet, die über die Region hinaus wirken.“
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