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Der Aufbruch Wiens in die Moderne: Gustav Klimt und Egon Schiele

Donnerstag, 15.November 2018, 08:04 Uhr
Nordhausen (psv) Im Rahmen der Reihe „Kunst, Gott und die Welt“ findet am Dienstag, 27. November 2018, um 19.30 Uhr, im Museum Tabakspeicher, eine weitere Bilderpräsentation mit Musik von Walter Martin Rehahn statt. Zu der Veranstaltung, die diesaml unter dem Motto: Der Aufbruch Wiens in die Moderne - Gustav Klimt und Egon Schiele, steht, lädt jetzt Museumsleiter Jürgen Rennebach alle Interessierten herzlich ein.

Der Vortrag des Hallenser Theologen und Kunsthistorikers Walter Martin Rehahn versucht die Entwicklung der Kunstszene Wiens vor über 100 Jahren mit vielen Bildern nachzuzeichnen, wobei im Mittelpunkt die Maler Gustav Klimt und Egon Schiele stehen, deren 100.Todestage in diesem Jahr erinnert werden. So zeigt das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) derzeit in einer einzigartigen Ausstellung Werke von Gustav Klimt.

Vor dem Untergang des Habsburgerreiches 1918 erlebte Wien noch einmal eine besonders glanzvolle Epoche. Das Stadtbild wird in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Prachtbauten in historisierenden Stilen nachhaltig verändert. Entlang der Ringstraßen um die historische Altstadt errichtet man Universität, Rathaus, Parlament, Burgtheater, Opernhaus und große Museen neu. Diese Bauten geben der Epoche den Namen - „Ringstraßenära“. Die Kunstszene wird beherrscht durch die Salonmalerei, die ihrerseits durch den „Malerfürsten“ Hans Makart (1840-1884) geprägt wurde. Doch um die Wende zum 20. Jahrhundert vollzieht sich mit der „Wiener Secession“ (Abspaltung) der Übergang zur Moderne. In der Malerei stehen vor allem die Namen Gustav Klimt (1862-1918) und Egon Schiele (1890-1918) für diese Entwicklung. Aber auch in der Architektur vollziehen sich radikale Wandlungen, die zu heftigen öffentlichen Diskussionen führen. Zunächst brilliert Otto Wagner (1841-1918) mit eindrucksvollen Jugendstilbauten, doch Adolf Loos (1870-1933) sagt sich vehement von Ornament und Dekoration los und schockiert Kaiser und Bürgertum mit nüchternen, schmucklosen Fassaden.