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Ausstellungsprogramm 2019 der städtischen Museen Nordhausens

Donnerstag, 20.Dezember 2018, 13:36 Uhr
Nordhausen (psv) Heute stellten die städtischen Museen das Museumsprogramm für das Jahr 2019 vor.

Nordhausen ist Nordthüringens Kulturstadt schlecht hin und damit essentieller Bestandteil der reichen und vielfältigen Kulturlandschaft Thüringens. Die Nordhäuser Museumslandschaft - vom Kunsthaus Meyenburg über die Museen Tabakspeicher und Flohburg - bietet einen interessanten Überblick über die Geschichte der Stadt, Industrie und Handwerk. Mit dem Kunsthaus Meyenburg und seinen wechselnden Kunstausstellungen verfügt Nordhausen über eines der fünf bedeutendsten Kunstmuseen Thüringens.

„2019 wird ein äußerst vielseitiges Jahr für die Nordhausens Museen. Unsere Museen bieten auch im kommenden Jahr spannende Einblicke in Kunst und Geschichte – mit kostbaren Kunstwerken und “, so Oberbürgermeisterin Jutta Krauth im Rahmen der Vorstellung des Ausstellungsprogramms. „Was die Unterstützung und Förderung der Ausstellungen insgesamt angeht, so möchte ich mich insbesondere bei den Fördervereinen unserer Museen, bei den Stiftungen sowie bei der Vielzahl der Leihgeber bedanken“, fügt Jutta Krauth an.

KUNSTHAUS MEYENBURG

19. Januar - 7. April
Ruckediguh…Die Grafik dazu
Das Märchen in der Kunst

Mit einem märchenhaften Ausstellungsprojekt eröffnet das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg das Ausstellungsjahr 2019. In Kooperation mit dem Theater Nordhausen begleitet die Ausstellung „Ruckedigh…Die Grafik dazu“ die französische Oper „Cendrillon (Aschenputtel)“ von Jules Massenet, die am 25. Januar 2019 in Nordhausen Premiere feiert. Die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. in Kassel stellt für diese Ausstellung umfangreiche Leihgaben zur Verfügung, die zum einen das Leben und Wirken der Brüder Grimm anhand von originalen Familienporträts und biographischen Zeugnissen zeigen und zum anderen die Überlieferungs- und Illustrationsgeschichte der Märchen thematisieren. Ausgewählte Märchen, beispielsweise Dornröschen, Schneewittchen, Rapunzel, Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel usw., werden in ihrer Überlieferungs-, Illustrations- und Wirkungsgeschichte beleuchtet und mittels historischer Dokumente - wie Erstausgaben, wertvollen illustrierten Ausgaben und originalen Grafiken und Zeichnungen sowie auch durch dreidimensionale Installationen dargestellt. Im Zentrum der Ausstellung steht das Märchen von "Aschenputtel" in seiner europäischen Tradition zwischen Italien, Frankreich und Deutschland, insbesondere die Verbindung des Märchens der Brüder Grimm zu Charles Perrault und die französische Feenmärchentradition. Im Kunsthaus Meyenburg sind in dem märchenschlosshaften Ambiente neben einzigartigen historischen Einblicken in die Märchenüberlieferung auch Ausblicke in die bis heute andauernde weltweite Wirkungsgeschichte bis nach Asien zu sehen.

13. April – 23. Juni
Gerd Mackensen – Malerei, Grafik, Skulptur

Die Ausstellung präsentiert Werke des gebürtigen Nordhäuser Künstlers Gerd Mackensen, sowohl Zeichnung, Malerei als auch Skulptur, und zeigt sowohl besinnlich-romantische Landschaften, als auch frech-provokante Figuren mit karikaturistischen Zügen. Einen besonderen Schwerpunkt in der neuen Ausstellung, die anlässlich des 70. Geburtstages des heute in Sondershausen lebenden Künstlers stattfindet, bilden die Arbeiten mit dem Motiv „Frau“, das er in seinen Zeichnungen und Gemälde auf vielfältigste Weise darstellt. Mackensens Stil reicht von abstrakten expressiv-farbigen Flächen, wie bei seinen großformatigen Gemälden, bis zu gegenständlichen Arbeiten.

6. Juli – 8. September
Unvergessen! - In Erinnerung an Nordhäuser Künstler des 20. Jahrhunderts

Mit Werken von Klaus Dieter Kerwitz, Heinz Scharr, Lothar Rechtacek, Ilsetraut Glock, Günter Groh, Walter Reinboth, u.a.
Die Ausstellung soll die Erinnerung an die in den letzten 10 Jahren verstorbenen Nordhäuser Künstlerinnen und Künstler wachhalten und zeigen, welches künstlerische Potential unsere Stadt Nordhausen hervorgebracht hat.

14. September – 29. Dezember
FASZINATION FORM UND FARBE | Am Anfang war das Bauhaus

Mit Werken von Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky u.v.a.
Ausgangspunkt dieser Ausstellung zum Thüringer Themenjahr anlässlich des 100. Jubiläums des Weimarer Bauhauses ist eine Skizze von Lyonel Feininger mit der „Kirche St. Blasii in Nordhausen“, die Dank des Kunsthaus Meyenburg Fördervereins e.V. seit 2017 im Besitz des Kunsthauses Meyenburg ist.
Die Ausstellung präsentiert u.a. Werke der bekanntesten Künstler der Bauhaus-Epoche Wassily Kandinsky und Paul Klee, zeigt aber auch die wegweisende Bedeutung des Bauhauses für die Kunst der 50er und 60er Jahre und wie beispielsweise Nachkriegskünstler, wie Willi Baumeister, Max Ackermann und Josef Albers, Form und Farbe in ihren abstrakten Kompositionen vereinigten.

FLOHBURG | Das Nordhausen Museum

21. Februar - 30. März
Revolution und Demokratie 1918/1919 – Der Einzug der Moderne in die Provinz

Das Projekt entsteht in Kooperation der Hochschule Nordhausen, des Stadtarchivs Nordhausen und der Flohburg |Das Nordhausen Museum.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen des Forschungsseminars werden kreativ und textlich gestaltet und mit Objekten aus der Zeit von 1914 bis 1925 ausgestellt. Nicht nur Originale von Reichgesetzesblättern, Alltagsgegenstände, Notgeld sowie Sammel- und Feldpostkarten, sondern auch Kriegskunst und von Dr. August Stolberg, Direktor des Städtischen Museums in Nordhausen (ab 1922), gesammelte Porträtaufnahmen von Nordhäuser Soldaten, die das Eiserne Kreuz Erster Klasse erhielten, werden zu sehen sein. Die Banner bieten nicht nur Wissen über das Ende des Ersten Weltkrieges, die soziale und wirtschaftliche Lage der Bevölkerung im Deutschen Reich als auch in Nordhausen, sondern setzen den Fokus auf die Novemberrevolution. Es wird die Revolutionsbewegung- und stärke allgemein im deutschen Raum und in Nordhausen verglichen, welche Personen, Räte sowie Orte hier tragend waren. Dabei wird die Bedeutung und Wirkung der zeitgenössischen Medien wie Presse, Film und Plakate auch dargestellt.

5. April – 9. Juni
„Erbe Nordhäuser Reichstadtklöster – digital, lesbar und präsentabel“

Ausstellung des Stadtarchivs Nordhausen
Das Stadtarchiv Nordhausen besitzt trotz schwerer kriegsbedingter Verluste 4 wertvolle liturgische Handschriften des späten Mittelalters – sogenannte Missale d.h. Messbücher - sowie acht Pergamentfragmente aus Makulatur, die in einen ähnlichen Entstehungszusammenhang zwischen 1000 – 1500 n. Chr. einzuordnen sind. Bei den Handschriften handelt es sich um großformatige, zum Teil aufwendig mit einer Reihe kunst-voller, farbiger Initialen und Blattwerkschmuck illuminierte Stücke. Sie sind allerdings bislang weder hinreichend wissenschaftlich erforscht noch angemessen der Forschung und Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Das lag auch im bis vor kurzem konservatorisch schlechten Erhaltungszustand, mangelnden Hintergrundinformationen und den speziellen Erschließungsanforderungen der Objekte begründet. Dieses jedoch besonders wertvolle Kulturerbe aus Nordhäuser Reichsstadtklöstern wie St. Martini wurde in 2018 bereits in digitaler Form gesichert und derzeit restauriert und dann benutzbar, lesbar und präsentabel gemacht.
Dank eines umfangreichen Drittmittelprojektes des Stadtarchivs in Verbindung mit der KEK Berlin und der Flohburg | Das Nordhausen Museum geht es um eine offensive Inwertsetzung des der Kriegszerstörung entgangenen, aber noch unbekannten und unerforschten Kulturerbes Nordhäuser Reichsstadtklöster. Die Vernissage wird von einer wissenschaftlichen Tagung im „Bürgerhaus“ begleitet.

25. Juni – 18. August
DEUTSCHLAND-CARICADE 1949 – 2019
Karikaturen aus 70 Deutschen Jahren

Siebzig Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland blicken wir zurück auf sieben Jahrzehnte Frieden in einer unruhigen Welt.
Die zeitgeschichtliche Reise durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik von 1949 bis heute bedient sich der Karikatur, die die Akteure auf der öffentlichen Bühne in den Mittelpunkt der Ereignisse stellt und die meist mehr aussagt als manche politische Debatte und manch noch so kluger Leitartikel. Sie ist „optisches Juckpulver, das den Betroffenen zwingt, sich zu kratzen“, formulierte der englische Karikaturist Ronald Searle, sie liefert „Röntgenbilder, in denen der Zeitgeist des Augenblicks lebendig bleibt“. 70 Karikaturen von internationalen Zeichnern bringen in treffsicheren Kurzkommentaren die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf den Punkt: unverpackt und unausgewogen, witzig aber auch bissig, nachdenklich, spöttisch – auf jeden Fall immer eindeutig und mit Humor.

5. September – 30. November
In den Wohnzimmern der Ostdeutschen. Fotografien von Christian Borchert

Eine Auswahl der berühmten Familienporträts aus den Jahren 1974 – 1994.
Eine Ausstellung in Kooperation mit meinhardt medien Berlin, der Deutschen Fotothek Dresden und dem Lehmstedt Verlag Leipzig anlässlich 30 Jahre „Friedliche Revolution“.
Christian Borchert fotografierte seine ersten „Familienbilder“ in den 70er Jahren. 1982-1985 entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er als gewissenhafter Chronist mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Mimik, Gestik, Habitus, Kleidung, Ambiente sowie ergänzende Angaben zu den ausgeübten Berufen charakterisieren Familien unterschiedlichster sozialer Milieus und laden zu Vergleichen ein. 1993 besuchte er viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR – erneut. So eröffnet sich die Gesamtschau von Borcherts legendären Familienporträts das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte und zugleich einzigartige Zeugnisse der Geschichte.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 40 Fotografien.

MUSEUM TABAKSPEICHER

5. Februar – 2. Juni
Die Kirchenglocken von Nordhausen und Umgebung

Anlass zu dieser Ausstellung ist die Übernahme einer historischen Nordhäuser Glocke als Dauerleihgabe der Christian-Friedrich-Lesser-Stiftung.
Nordhausen hat heute noch mehrere Turmglockengeläute. Ebenso werden ausgewählte Glocken aus unserem Landkreis in die Schau einbezogen.
Ausstellungsleihgaben zu Geschichte und Bau von Glocken stellt das Glockenmuseum Apolda zur Verfügung. Bei einer Klanginstallation Nordhäuser Glocken können die Besucher erraten, welcher Ton zu welcher Glocke gehört. Auch Rundgänge und Besteigungen der Nordhäuser Glockentürme werden organisiert.

11. Juni – 15. September
Kindheit im Mittelalter


Lange Zeit nahm man an, das Mittelalter habe von Kindheit keine Vorstellung gehabt und Kinder seien wie kleine Erwachsene behandelt worden. Nach neueren Forschungen lässt sich diese Behauptung jedoch nicht aufrechterhalten. In mittelalterlichen Texten finden sich durchaus Vorstellungen und Ansichten zur Kindererziehung, allerdings waren diese sehr unterschiedlich. Manche Gelehrte sahen in Kinder unschuldige, reine Wesen, andere verdammten sie als sündig geboren. Auch die Lebenswelten der Kinder unterschieden sich stark, der Nachwuchs der Bauern musste früh bei der harten Feldarbeit mit anpacken, während adlige Jungen zu tapferen Rittern erzogen wurden und adlige Mädchen häufiger gebildeter waren als ihre Brüder. Die Ausstellung beleuchtet viele Aspekte der Kindheit im Mittelalter, vom Umgang mit Säuglingen über den Einsatz von Ammen, die Ausbildung in Familie, Schule und Kloster bis hin zu Spielzeug wie Schaukelpferd und Kreisel, das schon damals beliebt war.

1.Oktober – Anfang 2019)
Historische Mühlen in Nordhausen

Wir begeben uns auf einen Streifzug durch die Mühlengeschichte entlang der Flüsse und Bäche in Stadt und Landkreis. Welche Arten von Wind- und Wassermühlen mahlten das Korn zum Mehl?
Welche Rolle spielte der Nordhäuser Mühlgraben? Rundgänge an die Orte der Mühlen runden die Ausstellung ab.