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Sonderausstellung im Kunsthaus ein voller Erfolg Grimms Märchen auf der Spur -

Montag, 18. März 2019, 15:04 Uhr
Nordhausen (psv). Die Ausstellung „Ruckediguh…Die Grafik dazu“ im Kunsthaus Meyenburg erfährt bei den Besucherinnen und Besuchern große Beliebtheit. Das Ausstellungsprogramm wird nun durch einen Vortrag am Dienstag, den 26. März, um 19 Uhr ergänzt. Dr. Bernhard Lauer, Vorsitzenden der Brüder Grimm-Gesellschaft e.V., der auch einen Teil seiner privaten Märchenillustrationen für die Sonderausstellung zur Leihe stellt, wird sich dem Thema „Herkunft der Märchentraditionen“ widmen.

Das museumspädagogische Begleitprogramm der Ausstellung, wie die „Märchenstunde“ jeden Dienstag 10 Uhr oder die Kindermärchenzeit, jeden Samstag von 15 bis 17 Uhr, findet beim den jüngsten Märchenfans regen Andrang. Programmhighlights im Kunsthaus Meyenburg sind Märchenlesungen, wie die der Chefdramaturgin des Theaters Nordhausen Dr. Anja Eisner am vergangenen Sonntag oder einer Lesung in Nordhäuser Mundart mit Prof. Zwanziger, terminiert für den 21. März, wo Märchen wie „Aschenputtel“ oder „Schneewittchen“ - gespickt mit einer Prise Humor - auf der Tagesordnung stehen.
Die Ausstellung zeigt noch bis zum 7. April 2019 die Überlieferungs- und Illustrationsgeschichte der Märchen der Gebrüder Grimm. Die berühmten "Kinder- und Hausmärchen" (zuerst: Berlin 1812–15) wurden durch die Brüder nach zahlreichen mündlichen und schriftlichen Quellen zusammengetragen und bearbeitet. Für viele bekannte Geschichten, wie z.B. „Rotkäppchen“, „Dornröschen“, „Aschenputtel“, „Der Gestiefelte Kater“ oder „Frau Holle“, spielt die romantische Erzähltradition eine wichtige Rolle. Viele Motive schöpften die Kasseler Märchensammler und Sprachforscher dabei aus der neapolitanischen Sammlung "Lo Cunto de li cunter" (Das Märchen der Märchen) von Giambattista Basile (Neapel 1632–37) oder den "Contes de ma Mère Loye" (Märchen von Mutter Gans) von Charles Perrault (1697). Auch in der mündlichen Überlieferung spielt die romanische Tradition eine wichtige Rolle, denn unter den Kasseler Märchenbeiträgern der Brüder Grimm gibt es viele, deren Vorfahren von hugenottischen Glaubensflüchtlingen abstammten, die nach 1685 in großer Zahl auch nach Hanau und Kassel kamen.
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