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„Rote Karten“ für Umweltsünder: Keine Bestrafung, sondern Gemeinsinn

Donnerstag, 23.Juni 2005, 12:51 Uhr
„Rote Karten“ für Umweltsünder: Keine Bestrafung, sondern Gemeinsinn Nordhausen (psv) Heute Vormittag (23. Juni) starteten auf dem Petersberg 12 Schüler der 3. Klassen der Bertolt-Brecht-Schule die „Rote-Karten-Aktion“ für Umweltsünder. (siehe Foto)

Die Schüler sind in drei Gruppen gemeinsam mit ihren Lehrer unterwegs und drehen ihre Runden von der Neustadtstraße über den Petersberg bis zur Kindergarten Frauenberg, der Promenade, Töpfer- bis zur Rudolf-Breitscheid-Straße und zum Rathausplatz.

Über die Bedeutung der Karten, die als nachdrücklicher Hinweis für die Erwachsenen gedacht sind, die beispielsweise Zigarettenkippen, Hausmüll oder Hundekot auf öffentlichen Straßen und Wegen liegen lassen, klärte Direktor Klaus Kessler vor ihrem Rundgang auf.

„Sinn dieser Aktion ist nicht die Bestrafung“, sagt Steffen Meyer vom städtischen Umweltamt, das die Aktion initiiert hat. „Vielmehr wollen wir mit Unterstützung unserer Jüngsten bei den Erwachsenen den Gemeinsinn wecken. Nordhausens Stadtbild ist in den letzten Jahren deutlich sauberer geworden ? auch dank der vielen Menschen, die im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen täglich mit Besen und Schaufel durch die Stadt ziehen und den weggeworfenen Unrat ihrer Mitbürger von Straßen und Gehwegen holen. Dieses Niveau wollen wir halten. Das geht aber nur, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt und im übertragenen Sinn `vor seiner Tür kehrt´. Es ist unser aller Stadt und es liegt in unserer Hand, wie sie sich zeigt.“ Mit der Verteilung der Roten Karten werde auch bei den Kindern das Verantwortungsgefühl für ihre Stadt geweckt.

In den kommenden Monaten werde ein Bußgeldkatalog verabschiedet, der Handhabe sei, um zum Beispiel weggeworfene Zigarettenkippen, Kaugummis oder die Entsorgung von Hausmüll in öffentliche Papierkörbe ahnden zu können.