Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.

Am 25. Juli: Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine für Nationalsozialismus-Opfer

Freitag, 14.Juli 2006, 12:09 Uhr
Am 25. Juli:  Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine für Nationalsozialismus-OpferNordhausen (psv) Am Dienstag, dem 25. Juli, verlegt Gunter Demnig in Nordhausen weitere zehn „Stolpersteine“. Treffpunkt für das Setzen des 1. Steines ist um 8.30 Uhr in der Meyenburgstraße. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Mit dem „Stolperstein“-Projekt schafft Demnig Mahnmale in Form von Messing überzogenen Pflastersteinen, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Die Steine versieht er mit dem Schriftzug „Hier wohnte“, dem Namen, Geburtsjahr und dem Schicksal des Menschen, meist das Datum der Deportation oder des Todes. Dann lässt er sie jeweils bündig in den Bürgersteig oder die Straße direkt vor der Haustür zur letzten Wohnung desjenigen ein.

Nordhausen war im Herbst 2004 die erste Thüringer Stadt, in der auf diese Art an die Opfer erinnert wurde. Damals wurden vier Steine verlegt.

Bei der aktuellen Aktion werden die Steine gesetzt in der Meyenburg-, Nebelung-, Jüden-, Rauten- und Halleschen Straße sowie an der Johannistreppe. Seit seiner Ursprungsidee 1992/93 hat Gunter Demnig ca. 7500 Steine in 130 Städten gesetzt.

Ermöglicht wird das Projekt in Nordhausen durch den Verein „Gegen Vergessen ? Für Demokratie e.V.“, das Kinderheim „Frohe Zukunft“ und zwei private Paten, Andreas Lesser und Gert Bufe.

Hier die Namen der Menschen, an die erinnert wird:

Bach / Hahn, Agnes
Cohn / Windesheim,Else
Cohn, Georg
Goldschmidt / Löwenstein, Berta
Pohly, Nathan
Pohly / Simon, Selma
Kleimenhagen, Ellen
Plauth / Hammerschlag, Goldine
Levin, Isidor
Goldstein, Joachim

Zum Bild: Ein Foto von der 1. Verlege-Aktion. Im Bild Gunter Demnig.