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Am Freitag (14. Dezember) in Nordhausen: Verlegung weiterer „Stolpersteine“ in Nordhausen im Beisein eines Familienangehörigen von Nazi-Opfern

Donnerstag, 06.Dezember 2007, 11:55 Uhr
Gunter DemnigNordhausen (psv) Am Freitag, den 14. Dezember, ab 14.30 Uhr, wird der Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig in Nordhausen wieder „Stolpersteine“ zum Gedenken an die Nordhäuser Juden verlegen, die während des Judenpogroms am 9. / 10. 11.1938 und in den darauffolgenden Jahren verhaftet und deportiert wurden. „Die Stolpersteine werden ebenerdig in den Gehwegen vor den damaligen Wohnhäusern der Deportierten und anschließend ermordeten Menschen eingesetzt“, sagte jetzt die Amtsleiterin für Kultur, Soziales und Bildung, Dr. Cornelia Klose, und lädt Interessierte dazu ein, an dieser Aktion teilzunehmen.

Begonnen werde am Freitag, um 14:30 Uhr, in der Sandstraße 12 (heute „Auf dem Sand“) am Standort des ehemaligen Wohnhauses der Familie Theodor Wolff, die mit ihren Söhnen Hans und Kurt hier lebte. Kurt Wolff, der den Naziterror überlebte, wird als Ehrengast anwesend sein. Danach werden in der damaligen Blödaustraße 26, in der Rudolf Gerson wohnte, und in der Arnoldstraße 17, wo heute das Jugendsozialwerk seinen Sitz hat und damals das Ehepaar Theodor und Emma Stern lebte, weitere Gedenksteine gesetzt.

Die Pflastersteine sind aus Beton gegossen und tragen an der Oberseite eine 10x10 cm große Messingtafel, in die Demnig mit Hammer und Schlagbuchstaben die Überschrift „HIER WOHNTE“ und darunter den Namen, das Geburtsjahr und die weiteren Schicksalsdaten jedes einzelnen Menschen einstanzt.

Gunter Demnig hat seit seiner Ursprungsidee der „Stolpersteine“ 1992/93 ca. 7500 jener Steine in 130 Städten gelegt. In den letzten Jahren setzte er bereits 14 „Stolpersteine“ in Nordhausen.