Krauth und Klaan: „Neue Feuerwache wird Identifikationspunkt für eine starke gemeinsame und moderne Nordhäuser Feuerwehr“

Mittwoch, 05.Oktober 2016, 13:52 Uhr
Nordhausen (psv) Unmittelbar vor der heutigen Beschlussfassung im Stadtrat zum Raumkonzept für die neue Nordhäuser Feuerwache haben sich gestern Abend Bürgermeisterin Jutta Krauth und Inge Klaan, die Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) – die SWG ist Bauherrin der neuen Wache) – und Thomas Schinköth von der Berufsfeuerwehr mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Krimderode und Bielen getroffen.

Beim Treffen sagten Frau Krauth und Frau Klaan, „dass die neue Feuerwache mehr ist als ein neues und modernes Gebäude. Die neue Feuerwache wird Identifikationspunkt für eine starke gemeinsame und moderne Nordhäuser Feuerwehr. Freiwillige Wehren und unsere Berufsfeuerwehr bilden eine gemeinsame Nordhäuser Wehr.“

Insbesondere für die Nachwuchsgewinnung könne die Wache wichtig sein: „Hier steht modernste Technik in modernsten Räumen. Das ist attraktiv“, so Frau Klaan. Darüber hinaus, so Frau Klaan „ist eine starke und geeinte Nordhäuser Wehr ein Top-Standortfaktor. Für Investoren ist es wichtig, ob es am Standort eine schlagkräftige Gefahrenabwehr und --bekämpfung gibt.“

Die Krimderöder Wehr hatte für einen Umzug in die neue Feuerwache votiert. „Die Bedingungen der Krimderöder Wehr werden wir erfüllen: Es gibt am Jugendclub als neuen Treffpunkt der Wehr einen Anbau für einen Mannschaftstransportwagen, mit dem die Krimderöder gemeinsam zum Einsatz fahren. Die Wehr geht Krimderode nicht verloren. Übungen und gesellschaftliche Aktivitäten sind am Standort Krimderode nach wie vor möglich. Die Wurzeln der Wehr im Stadtteil werden nicht gekappt.“ Mit dem Umzug in das Gebäude des Jugendclubs könne sich die Stadt von der Last des alten und teilweisen gesperrten Feuerwehrgebäudes am Kindergarten befreien. „Das setzt Kapazitäten frei“, so Frau Krauth.

In Bielen sei die Lage anders. Hier hatte der überwiegende Teil der Bielener Wehr vorerst gegen einen Umzug votiert. Vor allem aber die jüngeren Mitglieder Wehr, die zum Teil aus Nordhausen stammen, hatten wiederum für den Umzug plädiert. „Wir wollen nicht einen Kameraden wegen des Umzugs verlieren. Lassen Sie uns deshalb noch einmal sprechen, auch mit Blick auf die demografische Entwicklung der Wehr. Ein neues Feuerwehrzentrum ist reizvoll für den potenziellen Nachwuchs. Das Raumkonzept ist flexibel. Trotz Umzugs können auch Sie in Bielen verwurzelt bleiben wie die Krimderöder“, so Frau Krauth zu den Bielener Kameraden. Diese nahmen das Gesprächsangebot an.

Sollte der Stadtrat heute dem Raumkonzept zustimmen, soll noch im November der Text für die europaweite Auslobung der Entwurfsplanung stehen. Im März 2017 soll das Wettbewerbsverfahren beendet sein. „Die Vorentscheidung trifft ein Preisgericht, dem auch Vertreter aller Nordhäuser Wehren angehören. Dann werden die Fachausschüsse des Stadtrates konsultiert. Das letzte Wort haben die Stadträte. Für das Frühjahr 2018 ist der Spatenstich für den Neubau geplant. Die vorgeschaltete Konsultations- und Abstimmungskette ist lang, und das ist wichtig“, so Frau Klaan.

Das heute zur Verabschiedung anstehenden Raumprogramms geht von einer Netto-Nutzfläche aus von insgesamt 3.780 m² an Fahrzeughallen- und Bürofläche, wovon 2.740 m² auf die Stadt Nordhausen und 1.040 m² auf den Landkreis Nordhausen (für gemeinsam genutzte Bereiche des Gebäudes) entfallen. Diese Raumprogramm soll heute durch den Stadtrat und am 01.11.2016 durch den Kreistag beschlossen werden.

Auf der Grundlage dieses Raumprogramms ergab sich eine Kostenschätzung von 10 Millionen Euro

Die Aufteilung der Kosten für das Gebäude erfolgt folgendermaßen:

1.: zu 88,9% auf die Stadt Nordhausen = 8.890.000,00 Euro abzgl. 2.349.000,00 € beantragte Fördermittel für die 29 förderfähigen Einstellplätze (1.458.000,00 € vom Freistaat Thüringen und 891.000,00 € vom LK Nordhausen) = 6.541.000,00 €
2.: zu 11,1% an den Landkreis Nordhausen = 1.110.000,00 €

Bei den 29 förderfähigen Einstellplätzen gibt es bei 8 Einstellplätzen eine Doppelförderung vom Land und vom Landkreis.