Meldung
Die Nordhäuser Kautabakgeschichte wird sichtbar
Die Hinweistafeln enthalten Informationen zur Unternehmensgeschichte der jeweiligen Produktionsstätte und sollen diesen Teil der Nordhäuser Handwerks- und Industriegeschichte Rechnung tragen. Ein QR-Code verweist auf die städtische Homepage, die sukzessive um weitere Informationen zu den ehemaligen Firmen der Kautabakbranche und deren Geschichte angereichert werden soll. Das Projekt des Vereins wird durch die Kreissparkasse Nordhausen und den Förderverein Museum Tabakspeicher unterstützt. [Foto 1]
Hans Jürgen Grönke ist darüber hinaus Kurator der Sonderausstellung mit dem schönen Titel Ein Priem in aller Munde - Die Kautabakproduktion in Nordhausen. Bis zum 18. Februar 2024 widmet sich die umfangreiche Schau im Museum Tabakspeicher der Aufarbeitung der Geschichte der Kautabakproduktion, die Nordhausen weltweit bekannt machte. Wird in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Rauch- und Schnupftabak hergestellt, beginnt um 1811 der Siegeszug der Kautabakproduktion. Rasant entwickelt sich diese Industrie bis ins 20. Jahrhundert. Vor dem I. Weltkrieg sind 30 Prozent der Nordhäuser Arbeiterschaft in dieser Branche beschäftigt. Gibt es 39 Firmen bis 1945, bringt die Zeit nach dem II. Weltkrieg einen Niedergang. Die Zigarette setzt sich durch. Die enteigneten Nordhäuser Tabakfabriken, nun VEB Nortak, produzieren fortan auch Rauchbares. Von 1991 bis 2002 übernimmt die Reemtsma GmbH & Co den Betrieb. Seitdem gibt es in Nordhausen keine Tabakindustrie mehr.
Das Museum Tabakspeicher und die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei kooperieren mit einer spannenden Doppelschau namens K & K. Dabei geht es um zwei Nordhausen berühmt gemachte Genussmittel, die mit dem magischen Buchstaben K beginnen: Kautabak und Korn. In der Traditionsbrennerei kann man ab Mittwoch, 11. Januar 2024, eine Ausstellung zum Thema Korn bewundern. Bis zum Samstag, 18. Februar 2024 erwarten beide Schauen viele und neugierige Besucher.



