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Zweiter Runder Tisch zur Sicherheitslage und Entwicklung der Südharz Galerie
Nordhausen (psv) Auf Einladung der Stadtverwaltung fand in der vergangenen Woche der zweite Runde Tisch zur Sicherheitslage in der Innenstadt sowie zur Entwicklung der Südharz Galerie statt. Hintergrund sind die Vorfälle zu Beginn des Jahres, auf deren Basis dieses Dialogformat initiiert wurde.An dem Treffen nahmen unter anderem Bürgermeisterin Alexandra Rieger, der Leiter des Ordnungsamtes Stefan Hafermalz, der Leiter des Inspektionsdienstes der Polizeiinspektion Nordthüringern Herr Gubert sowie Frau Viol als Vertreter des Centermanagements der Südharz Galerie teil. Ebenso teilgenommen haben erstmalig mit Frau Grote und Herrn Issa auch Vertreter der Eigentümer der Südharz Galerie.
Die beim ersten Runden Tisch im Februar vereinbarten Maßnahmen wurden konsequent umgesetzt.
Die Polizei berichtete, dass es seit Jahresbeginn im Umfeld der Südharz Galerie zu insgesamt 102 polizeilichen Sachverhalten gekommen ist, darunter 75 Straftaten. Als Schwerpunkt wurde insbesondere der Bereich rund um den Bahnhof sowie die Uferstraße identifiziert, wo ein erhöhtes Aufkommen von Straftaten festgestellt wurde. Primär handelte es sich dabei jedoch um Diebstahldelikte. Gleichzeitig wurde positiv hervorgehoben, dass durch die verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungsamt – insbesondere durch Fußstreifen – bereits ein rückläufiger Trend bei den Straftaten zu verzeichnen ist.
Im März 2026 stellte die Stadt Nordhausen einen Antrag zur Installation einer stationären Kameraüberwachung. Dieser Antrag wurde mittlerweile zur weiteren Prüfung an die Landespolizeidirektion Erfurt übergeben. Aufgrund datenschutzrechtlicher Anforderungen sowie der aktuellen Einstufung des Bereichs als nicht kriminologisch auffälliger Ort bestehen hierbei rechtliche Herausforderungen. Insbesondere die Erfassung unbeteiligter Personen stellt einen wesentlichen Prüfpunkt dar. Die Bewertung hierzu ist noch nicht abgeschlossen.
Einigkeit bestand unter allen Beteiligten, den Runden Tisch als wichtiges Instrument der Abstimmung fortzuführen. Bürgermeisterin Alexandra Rieger machte dabei deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie wichtig das gemeinsame Handeln aller Akteure ist: Die zunehmende Präsenz von Ordnungsamt und Polizei wirke bereits, zugleich müsse der Blick aber über die reine Sicherheitslage hinausgehen. Eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt, so Rieger, könne nur gelingen, wenn Sicherheit, Aufenthaltsqualität und eine tragfähige Händlerstrategie zusammengedacht werden, um den Standort dauerhaft attraktiv und erfolgreich zu gestalten. Diese Ansicht teilen sowohl das Centermanagement als auch die Eigentümervertreter, die zeitgleich schon weitere Maßnahmen in Reaktion auf die Vorfälle im Frühjahr vorgenommen haben und aktuell eine centerweite Videoüberwachung prüfen.
Die nächste Sitzung des Runden Tisches ist für September 2026 geplant.