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Auszeichnung mit der Thüringer Rose

Bild: Gaby Steinmetz und Sozialministerin Katharina Schenk in einem prunkvollen Saal auf der Wartburg.
Sozialministerin Katharina Schenk (re.) überreichte Gaby Steinmetz (li.) die Thüringer Rose (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Nordhausen (psv) Zehn ehramtliche Personen aus ganz Thüringen wurden am 2. Juli auf der Wartburg für ihr soziales Engagement mit der Thüringer Rose ausgezeichnet. Gaby Steinmetz aus Nordhausen ist eine von ihnen. Sie ist Gründerin und Leiterin des MENTOR-Projektes an der Stadtbibliothek Nordhausen, welches die Sprach- und Leseförderung von Kindern zwischen 6 und 16 Jahren zum Ziel hat. Frau Steinmetz betreut aktuell 40 Mentorinnen und Mentoren in dem Projekt, die eine Eins-zu-Eins-Betreuung von Kindern in den Schulen anbietet und ihnen das Lesen beibringt bzw. die Lesekompetenz fördert. Das Projekt ist 2022 mit 20 Lesementoren gestartet und hat sich seitdem mit großen Erfolg weiterentwickelt und gesteigert. Bundesweit arbeiten 13.000 aktive Lesementoren mit ca. 16.600 Lesekindern an 2.000 Schulen in 330 Städten und Gemeinden. Ein Lesementor fördert ein Kind für circa eine Stunde pro Woche mindestens ein Jahr lang. Neben der Leseförderung entsteht dadurch meist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Lesementor und Kind.
Die Stadt Nordhausen gratuliert Frau Steinmetz herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und dankt ihr für ihr außerordentliches Engagement!
Die Auszeichnung „Thüringer Rose“ erinnert an Elisabeth von Thüringen und ihr karitatives Wirken, das eng mit der Legende vom „Rosenwunder“ verbunden ist. Ihre bewusste Abkehr vom Reichtum und ihr selbstloser Einsatz für Arme und Kranke verdienen bis heute große Anerkennung – unabhängig von Konfession, Religion oder Weltanschauung. Mit der „Thüringer Rose“ werden Menschen geehrt, die sich uneigennützig für Bedürftige einsetzen und durch ihr vorbildliches Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Vorgeschlagen werden können hierfür Personen, die sich in Thüringen in besonderem Maße ehrenamtlich sozial engagieren.
Die Auszeichnung wurde im Jahr 1993 ins Leben gerufen und im selben Jahr von der Modelleurin Kati Zorn als Plakette aus Porzellan gestaltet. Die „Thüringer Rose“ wird in der "Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur" hergestellt. Diese wurde im Jahr 1762 in Rudolstadt-Volkstedt gegründet und ist die älteste heute noch produzierende Porzellanmanufaktur in Thüringen. Die Medaille zeigt das Bildnis der Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231), umrandet vom Schriftzug „Dank und Anerkennung – Thüringer Rose“. Auf der Rückseite ist eine stilisierte Rose dargestellt.