Meldung
Stadt Nordhausen gedenkt Zerstörung vor 77 Jahren
Oberbürgermeister Kai Buchmann spannte in seiner Rede den Bogen von der Zerstörung Nordhausens im April 1945 bis zum Ukrainekrieg. In die Betroffenheit um die eignen Opfer im April 1945 und der sinnlosen Zerstörung unserer Stadt mischt sich die Beklemmung und Angst, wenn wir in den Nachrichten die Aufnahmen aus Mariuopol, Charkow, Sumy, Luhansk, Tschernihiw und Kiew sehen, so Buchmann. In Europa werden im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wieder zivile Einrichtungen, Kulturgüter zerstört und der gegenseitige Hass unter Nachbarvölkern geschürt. Es sind Mütter und Kinder auf der Flucht quer durch unseren Kontinent und Söhne, Männer sowie Väter ziehen gegeneinander in den Krieg.
Vor 77 Jahren war Nordhausen Ziel von zwei schweren Luftangriffen am 3. und 4. April 1945 durch die britische Royal Air Force. Das Erscheinungsbild der über tausendjährigen Stadt wurde massiv verändert. Die Luftangriffe kosteten tausenden Menschen das Leben, unter ihnen viele Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora und Zwangsarbeiter, die in der Stadt zur Zwangsarbeit eingesetzt und nahe der "Boelcke"-Kaserne untergebracht waren. Eine Woche später wurde die Stadt von Einheiten der US-Armee besetzt. Die Luftangriffe stehen damit in Nordhausen auch für das Ende des Zweiten Weltkrieges.






