Flohburg | Das Nordhausen Museum

Aktuelle Sonderausstellungen

Flohburg

Ein Streifzug durch die Antike - Exoten und Kuriositäten aus der Münzsammlung der städtischen Museen

läuft vom 16.05.2021 - 15.08.2021
Anhand ausgewählter Stücke aus der Münzsammlung der städtischen Museen vermittelt die Ausstellung einen grundlegenden Überblick zur Antike. Behandelt wird der gesamte Zeitraum des sogenannten klassischen Altertums zwischen etwa 500 vor und 500 nach Christus. Die Präsentation befasst sich hauptsächlich mit Münzen aus den Hochkulturen der Griechen und Römer, bietet aber mithilfe einiger Stücke auch spannende Einblicke in die Geschichte des antiken Karthagos sowie der orientalischen Hochkultur der Parther/ Sassaniden. Da viele Münzen in der Sammlung Bildnisse römischer Frauen zeigen und Münzen zu den wenigen authentischen Medien gehören, die über Frauen in der Antike Auskunft geben, ist auch der römischen Frau eine eigene Station gewidmet.

Obwohl die Stadt Nordhausen selbst keine antiken Wurzeln hat, werden in der Ausstellung durchaus gewisse Bezüge zwischen dem Erbe der Antike und der Stadt- und Regionalgeschichte Nordhausens hergestellt. Diese Bezüge sind einerseits mit der Person des Altertumswissenschaftlers und Nordhäuser Ehrenbürgers Wilhelm Gesenius verbunden. Andererseits hängen sie damit zusammen, dass Stadt und Region Nordhausen in sehr viel engerem Verhältnis zur römischen Antike stehen, als es intuitiv den Anschein hat. Vor allem für die Reichsstadt Nordhausen zwischen 1220 und 1803 hatte das Erbe der römischen Antike besondere Bedeutung, da das Heilige Römische Reich in seiner gesamten Geschichte immer zuallererst ein römisches und nur nachrangig ein deutsches Reich war. Gerade weil diese Konstellation in der jüngeren deutschen Geschichte auf verheerende Weise missverstanden und verdreht wurde, ist das Erbe der römischen Antike in Nordhausen heute ein wichtiges Thema.

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"800 Jahre Reichsstadt istů eigenes Geld?“

läuft vom 29.08.2021 - 24.10.2021
Mit der zweiten Ausstellung der Ausstellungsreihe „800 Jahre Reichsstadt Nordhausen“ wird das Thema „Reichsstadt und eigenes Geld“ aufgegriffen.
Das Frauenstift zum Heiligen Kreuz besaß bereits seit 962 das Münzrecht, ab 1130/40 sind Münzprägungen des Stifts nachweisbar. Sie waren unabdingbare Voraussetzungen dafür, dass sich in dieser Zeit des regionalen Pfennig Nordhausen als Handels-und Marktzentrum eines größeren Umfelds entwickeln konnte.
Um 1181 nahm Kaiser Friedrich I., Barbarossa, die Münzstätte für das Reich in Anspruch. Das blieb auch so, als Nordhausen 1220/23 zur Reichsstadt erhoben wurde. Trotzdem gelang es der Stadt immer wieder, dieses Recht für längere Zeit in seine Verfügung zu bekommen. Die vielfältige und teils verworrene Münzgeschichte Nordhausens wird von ihren Anfängen bis zum Ende der Reichsfreiheit anhand von Münzen, Prägewerkzeugen, Urkunden, Valvationsdrucken, anderen Dokumenten, sehr seltenen Münzgewichten dargestellt und erläutert. Deutlich wird, dass im Mittelalter die Münzprägung für die Entwicklung des territorial umfassenden Handels-und Marktplatzes entscheidend war. Das änderte sich in der Neuzeit, zumal Nordhausen für eine wirtschaftliche Münzprägung eines fehlte: eigener Silberbergbau. So kam es nur noch sporadisch in den Jahren 1556, 1616-1624, 1660 und 1685 zu eigenen Münzprägungen.
Übrigens standen auch genügend Zahlungsmittel anderer Münzberechtigter zur Verfügung.
Und so wird die Fragestellung des Ausstellungstitels auch zum Schluss beantwortet.

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