Flohburg | Das Nordhausen Museum

Jahresplan Ausstellungen 2019

„Revolution und Demokratie 1918/1919 Der Einzug der Moderne in die Provinz“

Das Projekt entsteht in Kooperation der Hochschule Nordhausen, des Stadtarchivs Nordhausen und der Flohburg |Das Nordhausen Museum.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen des Forschungsseminars werden kreativ und textlich gestaltet und mit Objekten aus der Zeit von 1914 bis 1925 ausgestellt. Nicht nur Originale von Reichgesetzesblättern, Alltagsgegenstände, Notgeld sowie Sammel- und Feldpostkarten, sondern auch Kriegskunst und von Dr. August Stolberg, Direktor des Städtischen Museums in Nordhausen (ab 1922), gesammelte Porträtaufnahmen von Nordhäuser Soldaten, die das Eiserne Kreuz Erster Klasse erhielten, werden zu sehen sein. Die Banner bieten nicht nur Wissen über das Ende des Ersten Weltkrieges, die soziale und wirtschaftliche Lage der Bevölkerung im Deutschen Reich als auch in Nordhausen, sondern setzen den Fokus auf die Novemberrevolution. Es wird die Revolutionsbewegung und -stärke allgemein im deutschen Raum und in Nordhausen verglichen, welche Personen, Räte sowie Orte hier tragend waren. Dabei wird die Bedeutung und Wirkung der zeitgenössischen Medien wie Presse, Film und Plakate auch dargestellt.

Ausstellungsdauer: 21.02. - 30.03.2019

„Erbe Nordhäuser Reichstadtklöster digital, lesbar und präsentabel“

Das Stadtarchiv Nordhausen besitzt trotz schwerer kriegsbedingter Verluste vier wertvolle liturgische Handschriften des späten Mittelalters sogenannte Missale d.h. Messbücher - sowie acht Pergamentfragmente aus Makulatur, die in einen ähnlichen Entstehungszusammenhang zwischen 1000 1500 n. Chr. einzuordnen sind. Bei den Handschriften handelt es sich um großformatige, zum Teil aufwendig mit einer Reihe kunstvoller, farbiger Initialen und Blattwerkschmuck illuminierte Stücke. Sie sind allerdings bislang weder hinreichend wissenschaftlich erforscht noch angemessen der Forschung und Öffentlichkeit bekannt gemacht worden. Das lag auch im bis vor kurzem konservatorisch schlechten Erhaltungszustand, mangelnden Hintergrundinformationen und den speziellen Erschließungsanforderungen der Objekte begründet. Dieses jedoch besonders wertvolle Kulturerbe aus Nordhäuser Reichsstadtklöstern wie St. Martini wurde in 2018 bereits in digitaler Form gesichert und derzeit restauriert und dann benutzbar, lesbar und präsentabel gemacht.
Die Vernissage wird von einer wissenschaftlichen Tagung im „Bürgerhaus“ begleitet.

Ausstellungsdauer: 05.04. - 09.06.2019

„DEUTSCHLAND-CARICADE 1949 2019 Karikaturen aus 70 Deutschen Jahren“

Siebzig Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland blicken wir zurück auf sieben Jahrzehnte Frieden in einer unruhigen Welt.
Die zeitgeschichtliche Reise durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik von 1949 bis heute bedient sich der Karikatur, die die Akteure auf der öffentlichen Bühne in den Mittelpunkt der Ereignisse stellt und die meist mehr aussagt als manche politische Debatte und manch noch so kluger Leitartikel. Sie ist „optisches Juckpulver, das den Betroffenen zwingt, sich zu kratzen“, formulierte der englische Karikaturist Ronald Searle, sie liefert „Röntgenbilder, in denen der Zeitgeist des Augenblicks lebendig bleibt“. 70 Karikaturen von internationalen Zeichnern bringen in treffsicheren Kurzkommentaren die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf den Punkt: unverpackt und unausgewogen, witzig aber auch bissig, nachdenklich, spöttisch auf jeden Fall immer eindeutig und mit Humor.

Ausstellungsdauer: 25.06. - 18.8.2019

"In den Wohnzimmern der Ostdeutschen. Fotografien von Christian Borchert"

Eine Auswahl der berühmten Familienporträts aus den Jahren 1974 1994.
Eine Ausstellung in Kooperation mit meinhardt medien Berlin, der Deutschen Fotothek Dresden und dem Lehmstedt Verlag Leipzig anlässlich 30 Jahre „Friedliche Revolution“.
Christian Borchert fotografierte seine ersten „Familienbilder“ in den 70er Jahren. 1982-1985 entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er als gewissenhafter Chronist mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Mimik, Gestik, Habitus, Kleidung, Ambiente sowie ergänzende Angaben zu den ausgeübten Berufen charakterisieren Familien unterschiedlichster sozialer Milieus und laden zu Vergleichen ein. 1993 besuchte er viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie nach dem Untergang der DDR erneut. So eröffnet sich die Gesamtschau von Borcherts legendären Familienporträts das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte und zugleich einzigartige Zeugnisse der Geschichte. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 40 Fotografien.

Ausstellungsdauer: 05.09. bis 30.11.2019

Kabinettausstellungen im „Grünen Salon“

10. Juli bis 29. September
"Nordhausen im Wiederaufbau" Fotoausstellung Teil 1
Die Rautenstraße
2. Oktober bis 17. November
"Nordhausen im Wiederaufbau" Fotoausstellung Teil 2
Die Töpferstraße und der Kornmarkt
20. November bis 30. Januar
"Nordhausen im Wiederaufbau" Fotoausstellung Teil 3
Engelsburg und Lutherplatz
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