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Bildergalerie Vernissage: Andrea Streit und Peter Genßler im Kunsthaus Meyenburg

Montag, 02.April 2012, 09:47 Uhr
Nordhausen (psv) Gleich zwei Sonderausstellungen präsentieren jetzt die Nordhäuser Künstler Andrea Streit und Peter Genßler bis zum 13. Mai im Kunsthaus Meyenburg.

„In einer Zeit, wo in der Kunst das Abstrakte und Vergeistigte überwiegt, ist es schön mit Andrea Streit und Peter Genßler zwei Künstler zu zeigen, deren Werke die gegenständliche Darstellungsweise und das Figürliche wieder in den Vordergrund stellen, aber gleichzeitig ihre ganz persönlichen künstlerischen Handschriften entwickeln“, sagte Kunsthausleiterin Susanne Hinsching in ihrer Laudatio.

Im Erdgeschoss sind meist großflächige Bilder der 1964 in Nordhausen geborenen Andrea Streit zu sehen. Sie studierte Andrea Streit von 1998-2001 an der Freien Kunstschule Berlin, wo sie jetzt lebt und arbeitet. Die Verwendung von Ölfarben prägen ihre Arbeiten bis heute.
Aber auch mit Druckgrafik hat sich die Künstlerin intensiv beschäftigt. Seit 2007 entwickelt Andrea Streit ein wachsendes Interesse an der Darstellung des Menschen in außergewöhnlichen Perspektiven. Besonders die Betrachtungsweisen von „Oben“ und „Unten“ prägen die Bildmotive, wie sie auch in der Ausstellung im Erdgeschoss sehen sind.

In der oberen Etage sind die Arbeiten von Peter Genßler zu sehen, der 1957 in Nordhausen geboren wurde und hier aufgewachsen ist. Etwa seit dem 13.Lebensjahr habe er sich intensiv dem Zeichnen gewidmet, damals unter dem Einfluss seiner Lehrer Dagmar Zimmermann und Günter Groh, erklärte Susanne Hinsching. Während des Studiums der Malerei und Grafik entstanden jedoch zunehmend auch plastische Arbeiten, weshalb er nach sechs Semestern in die Bildhauerklasse von Helmut Heinze wechselte.

„In seiner Präsentation sind farbintensive Aquarelle und Acrylbilder, vorwiegend Landschaften zu sehen. In Genßlers plastischen Arbeiten herrscht die menschliche Figur vor, die als Porträt, Torso und Ganzfigur in unterschiedlichen Techniken vorgestellt werden. So haben wir für Sie in der Ausstellung eine Reihe von beeindruckenden „Köpfen“ ausgewählt, z.B. von Gerhard Marcks, Adolf Menzel und Willy Brandt“, so Hinsching.

Durch die unterschiedliche Materialwahl in Holz, Keramik oder ungebranntem Ton erreiche der Künstler einen mehr oder weniger expressiven Ausdruck, der jedoch immer bewusst gewollt sei. Besonders freute sich Susanne Hinsching, dass auch ein Kopf von Michel Meyenburg, dem Namensgeber des Kunsthauses präsentiert wird.

Genßlers Grafiken sind dagegen durch eine filigrane Strichführung und detailreiche Darstellungen geprägt. Besonders die Technik des Kupferstichs, die hohe handwerkliche Anforderungen an den Künstler stellt und heutzutage selten ausgeübt wird, zeige das große künstlerische Können von Peter Genßler.

Kunsthaus Meyenburg, A.-Puschkin-Str. 31, 99734 Nordhausen, Die-So.: 10-17 Uhr
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Büsten von Peter Genßler