Meldung

Heft 4/2014 der „Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ erschienen

Montag, 01. Dezember 2014, 09:57 Uhr
Nordhausen. Die vierte Ausgabe der „Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ ist jetzt erschienen und ist ab sofort in der Stadtinformation und in der Buchhandlung Rose erhältlich. Auf 16 Seiten warten wieder verschiedenste Artikel zur Geschichte von Stadt und Landkreis darauf, gelesen und auch diskutiert zu werden.

Was die Leser diesmal erwartet, sagt jetzt der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Wolfram Theilemann: „Die aktuelle Ausgabe wird von zwei Abbildungen mit unterschiedlicher Wirkkraft eingerahmt. Auf dem Titelblatt sind einige Bände der in diesem Jahr nach 25 Depositaljahren in Wittenberg ‚heimgekehrten‘ historischen Kirchenbibliothek St. Blasii-/Himmelgarten zu sehen. Inzwischen stehen fast 360 Bände im Souterrain der Flohburg, die im Oktober mit mehreren Veranstaltungen präsentiert wurden. Die Umschlaginnenseite offenbart demgegenüber – hätten Sie’s gewusst? – wie groß und gar nicht so zerstört das Nordhäuser Stadtarchivgebäude (einstmals Stadtgefängnis!) noch 1952 vor seiner Sprengung (!) aussah. Leer zwar, aber mit immerhin mehr Platz als heute, wo man dergleichen Ruinen sicher klug und öffentlichkeitswirksam wieder aufbauen würde… Auf der letzten Umschlagseite entfaltet sich dagegen eine selten interessante und aufwendig illustrierte Karte des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg aus 1640, die auch den Südharz mit auffälligen Details zeigt.

Die geschichtlich-landeskundlichen Beiträge warten auch in dieser Ausgabe mit einem breiten Spektrum an Themen und Autoren auf: Einleitend wird die Übertragung der peniblen Beschreibung jener alten Karte, die Cl. Berger in Hohegeiß fand, durch eine Nordhäuser Lateinklasse unter Leitung von Herrn E. Onnen geboten. Herzlichen Dank für alle Mühe! Es folgen ungewöhnlich offene Erinnerungen einer ‚jungen Frau vor 1914‘ an ihre Heimatsstadt Nordhausen, die auch heute gern vergessene Aspekte des damaligen Alltags anspricht. M.-L. Zahradnik offeriert anschließend eine wohlfundierte Würdigung des Schicksals der deutsch-jüdischen Soldaten Nordhausens, die im 1. Weltkrieg für ‚Kaiser und Reich‘ ihr Leben verloren – heute noch am Grabdenkmal aus 1921 zu bedenken. Dagegen zeigt schließlich M. Neuber bestens dokumentiert auf, wie ihn „über den Harz nach Hörningen“ in den 1960er Jahren „die Stasi in Nordhausen anheuern wollte“ - erfolglos, aber bezeichnend.

In den „Nachrichten aus Archiven, Museen und Bibliotheken“ weist Dr. D. Schmidt auf die jüngst eröffnete Ausstellung zum Bildhauer Gerhard Marcks (1889-1981) in der „Alten Kanzlei“ in Bleicherode hin, gefolgt vom Dialekt-Winkel mit einer mundartlichen Erläuterung zum demnächst bevorstehenden „Nickelawestagk“. Nicht zu vergessen ist Horst Köhlers feinsinniges Herbstgedicht ‚Im Dämmerlicht‘! Dem Autor sei auch diesmal wieder gedankt und Gesundheit, vor allem aber alles Gute zu seinem 90. Geburtstag gewünscht.“
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