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„Unvergessen!“ Sieben Nordhäuser Künstler wieder im Rampenlicht Teil 6: Heinz Scharr

Donnerstag, 22. August 2019, 16:04 Uhr
Nordhausen (psv) Die ehemalige freie Reichstadt Nordhausen blickt zurück auf eine spannende Vergangenheit und ist mindestens deutschlandweit für seine Kornbrandtradition bekannt. Der Facettenreichtum Nordhausens drückt sich auch im vielfältigen Kulturgut aus. So war die Stadt für viele Grafiker, Maler und andere Künstler eine inspirierende Wirkungsstätte. Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Meyenburg widmet sich nun jenen Künstlerinnen und Künstlern. Aus diesem Anlass werden die sieben Künstler einzeln betrachtet:


Am 1924 in Sondershausen geborenen Heinz Scharr, der besonders durch die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die anschließende Kriegsgefangenschaft geprägt wurde, verdankt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora das 40 Meter lange Kupferrelief am ehemaligen Appellplatz. Neben den Schrecken des Krieges, lernte Scharr zahlreiche Länder und deren verschiedenartigste Landschaften kennen, die er in späteren Jahren in unterschiedlicher Weise in seiner Kunst verarbeitete. Er liebte das Experiment in der Kunst. Durch die Kombination verschiedenartiger Strukturen in Verbindung mit der Verwendung von unterschiedlichen künstlerischen Techniken erzeugte er einzigartige Bildmotive. Scharr suchte in seinen Werken stets die Auseinandersetzung mit den Prozessen des Werdens und Vergehens. Sein künstlerisches Anliegen war es nicht, Vorhandenes Abzubilden, sondern einen veränderlichen Prozess darzustellen, z.B. den Zerfall.

Neugierig? Die Werke des bekannten Nordhäuser Künstlers sowie weiterer Nordhäuser sind in der Sonderausstellung „Unvergessen!“ im Kunsthaus Meyenburg anzuschauen. Gelegenheit dazu besteht bis zum 8. September 2019.
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