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Stadtpark wird umgestaltet und aufgewertet / Arbeiten werden fortgesetzt

Mittwoch, 06.Oktober 2010, 14:22 Uhr
Nordhausen (psv) „Die Arbeiten zur Umgestaltung des Stadtparks werden noch in diesem Jahr fortgesetzt“, das kündigte jetzt der städtische Umweltamtsleiter Steffen Meyer an.

Grundlage der Arbeiten sei das „Entwicklungskonzept Stadtpark“, welches mit dem Stadtrat und den beteiligten Behörden und Verbänden abgestimmt und im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus einer breiten Öffentlichkeit präsentiert worden sei.

„Die Weiterführung der Sanierungsmaßnahmen der Stadt Nordhausen in diesem Jahr fallen sehr günstig mit den Maßnahmen des Gewässerunterhaltungsverbandes „Harzvorland“ (GUV) im Bereich der Brückenbauwerke und Gewässer im Park und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena (TLUG) am Uferbereich der Zorge zusammen, so dass die Umsetzung unseres Entwicklungskonzeptes im Stadtpark schnell erkennbare Züge annehmen wird“, sagt er.

Nach der Neugestaltung der äußeren Zaunanlage des gesamten Tiergeheges, des Streichelgeheges und der Wege einschl. Beleuchtung der mittleren Querachse soll noch im Herbst eine Vogelvoliere mit Holzstall für Fasane, Perlhühner und Wachteln innerhalb des Streichelgeheges gebaut werden. Außerdem wird das historische, achteckige Futterhaus im Tiergehege erneuert, da es im Laufe der Jahre baufällig geworden sei, erklärt Meyer. „Der Neuaufbau erfolgt nach historischem Vorbild in Holzbauweise, der südliche, offene Teil wird so angelegt, dass er dem Rotwild als Unterstand dient. Der Dachboden wird geräumiges Heulager.“

neuer Weg
Sven Gerwien aus dem Umweltamt zeigt den neuen Wegeverlauf quer durch den Stadtpark ab Eingang an der Fußgängerampel links an der alten Eiche vorbei über die Wiesen bis zur Zorge-Brücke in Richtung Salza.

Eine Aufwertung wird der Eingangsbereich zum Park an der Fußgängerampel in Höhe der Kreuzung Beethovenring erfahren. Hier sei derzeit die einzige sichere Querung der Parkallee möglich. Deshalb wolle man einen repräsentativeren, einladenden Eingang schaffen, der einerseits die offene Sicht auf das Parkgelände möglich und andererseits die Sicherheit für Passanten erhöht, so der Umweltamtsleiter. Dafür werden zwei alte teilweise kranke Bäume in diesem Bereich entfernt und ein neuer Verbindungsweg quer durch den Park - an der alten Eiche vorbei über die Wiesenflächen einschließlich des Stadtparkbaches bis zur Zorge-Brücke in Richtung Salza –angelegt. Dieser neue Verbindungsweg schließt ebenfalls auch den Neubau einer Brücke über den Stadtparkbach durch den Gewässerunterhaltungsverband „Harzvorland“ mit ein.

Der neue Verbindungsweg, welcher dem derzeitigen Laufverhalten der Bürger entspricht wird darüber hinaus auch eine neue Beleuchtung erhalten. Zeitgleich erfolgt der Rückbau anderer, nicht benutzter Wegebereiche.

Auch der südliche Stadtparkeingang am Imbiss „Am Park“ soll weiter geöffnet und in einer späteren Phase deutlich aufgewertet werden. „Dafür werden wir die Kugelrobinien, die dem offenen Charakter des südlichen Parkteiles widersprechen entnehmen“, sagt Steffen Meyer.

Für die Erneuerung des Spielplatzes im Frühjahr 2011 werden in diesem Jahr noch alle Spielgeräte beschafft.

Der Gewässerunterhaltungsverband „Harzvorland“ (GUV) beginnt jetzt im Oktober zeitgleich die wasserbaulichen Maßnahmen im Rahmen der Sanierung des Nordhäuser Stadtparks. Zur Verbesserung der Wasserqualität wird derzeit die Teichsohle des Ententeichs entschlammt, das Wehr zurückgebaut und mittels einer Sohlgleite der Höhenunterschied von Teich und Stadtparkbach ausgeglichen, sagt Kerstin Windisch vom GUV.
Ententeich schon fast ohne Wasser
Verschlammter Ententeich, dem derzeitig das Wasser abgelassen wird. (Fotos: I. Bergmann)

Um den Teich besser in die Parklandschaft zu integrieren, werden die Zäune abgebaut, die Uferbereiche abgeflacht und Sichtachsen geschaffen.
Auch der Stadtparkbach soll seine Natürlichkeit wieder erlangen. Deshalb wolle man die Betonsohle entnehmen, die Ufer abflachen und bepflanzen sowie strukturbildende Elemente einbauen. Damit soll das Gewässer zugänglicher und erlebbarer gemacht werden.

Im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena (TLUG) als Unterhaltungspflichtige der Zorge werden ab Mitte Oktober 2010 bis voraussichtlich Mitte Dezember Pflege- und Fällarbeiten an den Gehölzbeständen an den Zorgeufern durchgeführt. Auch diese Arbeiten gehören zur Komplexmaßnahme mit der Stadt Nordhausen und dem Gewässerunterhaltungsverband „Harzvorland“ zur Umgestaltung des Stadtparks.

Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Wehr Ellermühle und der Brücke Gerhart-Hauptmann-Straße.

Dieser Baumbestand an der Zorge, der den Gewässerverlauf und das Orts- und Landschaftsbild prägt, weist abschnittsweise ein teilweise hohes Alter auf. Im Zusammenhang mit Schädigungen im Stamm- und Wurzelbereich besteht eine erhöhte Bruchgefahr, weshalb einzelne Bäume gefällt werden müssen. Durch die daraus resultierende erhöhte Belichtung der Uferstreifen wird die natürliche Ausbreitung von Gehölzen am Ufer gefördert und langfristig kann ein ausgewogener und verjüngter Baumbestand entwickelt werden. Ein weiterer positiver Effekt: Das Gewässer wird für den Erholungssuchenden erlebbarer.

Durch diese Maßnahmen, welche mit den zuständigen Behörden des Landratsamtes abgestimmt worden, kann es zu Nutzungseinschränkungen im gesamten Parkgelände kommen, wofür die Besucher um Verständnis gebeten werden.


Auch die Kugelrobinien müssen aus landschaftsplanerischer Sicht weichen