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„Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ erschienen

Dienstag, 01. März 2016, 15:42 Uhr
Nordhausen (psv) Die erste Ausgabe der „Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ des Jahres 2016 zur Geschichte von Stadt und Landkreis Nordhausen ist jetzt erschienen.

„Im 25. Jahr wurde ein Kurswechsel der „Nachrichten“ unvermeidlich, die vom Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Verlag Steffen Iffland Nordhausen herausgegeben wird. Dieser ergibt sich daraus, dass es die Haushaltslage der Stadt und der biografisch bedingte Wandel in der Abonnentenschaft unumgänglich machten, Herstellung und Redaktionsarbeit zu konzentrieren“, sagte jetzt Stadtarchivleiter Dr. Wolfram Theilemann. Dank der Abonnements und des Zuspruchs sei es bisher gelungen, das Heft kontinuierlich herauszugeben und finanziell‚ an der schwarzen Zahl‘ festzuhalten.

Um dies auch künftig zu sichern, werde die Zeitschrift nunmehr halbjährlich zum 1.März und 1. Septembwer erscheinen. Zudem werden die „Geschichtsblätter“ nunmehr nicht mehr nur 16, sondern ca. 24 Seiten umfassen. Wir passen damit das Heft an das Erscheinungsdatum der „Beiträge zur Geschichte von Stadt und Landkreis Nordhausen“ an, die vom Geschichtsverein Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Museum Tabakspeicher und dem Stadtarchiv im Dezember jeden Jahres herausgebracht werden: 1.03., 1.09., 1.12. sind jetzt die Merkdaten.

Die aktuelle Ausgabe der „Nachrichten“ wird von drei ansprechenden Abbildungen eingerahmt. Auf dem Titelblatt ist ein „Brocken-Panorama“ aus 1839 zu sehen, auf der letzten Umschlagseite entfaltet sich eine seltene Ansicht der Stadt um 1800 von Westen, lange vor Krieg und Zerstörung. Die Umschlaginnenseite gibt demgegenüber einen Einblick in die Diskussionen vor gut 100 Jahren um einen Nordhäuser-Museumsneubau.

Die geschichtlich-landeskundlichen Beiträge warten auch in dieser Ausgabe mit einem breiten Spektrum an Autoren auf: Einleitend weist Christian Tegtmeier auf die verwickelte, aber kulturgeschichtlich spannende Entstehungsgeschichte des Ellricher evangelischen Gesangbuchs von 1707 hin. Es folgen ungewöhnliche Einblicke in die lokale Schul- und Alltagsgeschichte durch den ehemaligen Gymnasiallehrer Adolf Thimme (ursprünglich aus 1930!). Thomas Schmidt legt anschließend ausführlich und reich illustriert den Leidensweg seiner Familie am Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen Wolferstedt, London, Sanger- und Nordhausen dar. Eberhard Kolles Erinnerungen an die Rüstungsbaustellen der SS nahe seinem Heimathof in Cleysingen dokumentieren, wie sicher nicht nur er ‚Hitlers willige Vollstrecker‘ (D. Goldhagen) erlebte. Dr. Dirk Schmidt erweitert dieses um mehr als eine Nuance anhand des deutsch-jüdischen Hans Beyth aus Bleicherode, der nach seiner Emigration zu einem Aktivisten der israelischen „Kinderalija“ wurde, aber schon 1947 einem Attentat zum Opfer fiel. Schließlich skizziert Horst Beier, ehemals Gartenbauingenieur in der Stadt, wie unter schwierigsten Bedingungen an der Trümmerbegrünung Nordhausens in den 1960er Jahren gearbeitet wurde.

Die „Nachrichten aus Archiven, Museen und Bibliotheken“ dokumentieren zunächst den vom Stadtarchiv erstellten Jahresrückblick auf Nordhausen in 2015. Anschließend berichtet Marie-Luis Zahradnik von ihren Erfahrungen wie Erkenntnissen gelegentlich einer Frankreich-Reise 2015 zur „Lorettohöhe“ im Departement Pas-de Calais, einem der neben Verdun bekanntesten Schlachtorte des 1. Weltkrieges und heute einer der größten Europas Kriegsfriedhöfe Europas.

Nicht zu vergessen ist trotz der jüngsten Schneeschauer Horst Köhlers Aprillektion. Im „Dialektwinkel“ schließlich bietet Erika Backes einen besonderen „Irrwisch-Fang“, den sie in der Pützlinger Schulchronik machte. Abschließend wünscht die Redaktion allen Leserinnen und Lesern eine anregende – und vielleicht auch Mut zum eigenen Schreiben machende? - Lektüre in einer hoffentlich bald anbrechenden Frühlingszeit. „Und nicht vergessen: Heft 2/2016 der „Nachrichten“ erscheint zum 1.09.2016! Aber dafür brauchen wir auch Ihre Texte, Fotos, Erinnerungen, Berichte, Forschungen…. Bleiben Sie dem Heft also auch im 25. Erscheinungsjahr treu und tragen zu seiner Zukunft bei!“, so Theilemann.


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