IBA-Projekt Thüringen: Rahmenplan Nordhausen-Nord

Spiel- und Freizeitanlage Nordhausen-Nord

Im Spielplatz-Entwicklungskonzeptes (SPEK, BV/0630/2012) wurde eine Unterversorgung des Stadtteils Nordhausen-Nord mit Spiel- und Freizeitanlagen festgestellt. Als Maßnahme wurde daher die Standortsuche für eine Familien-Freizeitanlage formuliert, die eine Ballspielanlage und bewegungsfördernde Angebote für alle Altersgruppen in barrierefreier Bauweise enthält.



Dieser Standort für ein multifunktionales Spielfeld ist nun im Bereich des Stadteingangs von Nordhausen-Nord verortet. Durch die Lage am Stadteingang und die damit verbundene Sichtbarkeit soll die Spiel- und Bewegungsfläche einen besonderen Charakter erhalten und die Gestaltung eine breite Nutzergruppe ansprechen.

Für eine bedarfsorientierte Gestaltung werden die künftigen Nutzerinnen und Nutzer sowie die Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig beteiligt. Vom 8.4.-15.5.2021 fand in Kooperation mit dem Kreisjugendring (Jugendverbandsarbeit), der Jugendkoordinatorin der Stadt Nordhausen, der Johanniter-Unfallhilfe, dem Projektleiter von „Coole Schule“ des JugendSozialwerks und der Leiterin der Projektgruppe des Kinder- und Jugendstadtrates eine Online-Befragung von Kindern- und Jugendlichen statt. Die Ergebnisse der Befragung wurden am 7. Juni 2021 im Rahmen einer Videokonferenz den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie weiteren Interessierten vorgestellt. Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen konnte dies nicht in einer Präsenzveranstaltung erfolgen.

Präsentation Videokonferenz am 7. Juni 2021: Präsentation zum Bürgerdialog Spielanlage Nord am 7. Juni 2021

Die Beteiligung bei der Online-Befragung zur gewünschten Ausstattung der neuen Anlage war mit 390 Teilnehmenden erfreulich hoch. Die Geschlechter der Beteiligten waren nahezu in gleichen Teilen vertreten. Unter den 390 Befragten waren circa 58% in der Altersgruppe zwischen 10-27 Jahre. Weitere 34% sind über 27 sowie 8% unter 10 Jahre. Etwa ein Drittel der Beteiligten stammen aus dem Stadtteil Nordhausen Nord. Ein weiteres Drittel aus den angrenzenden Stadtteilen, dem Zentrum und der Unterstadt. Das letzte Drittel verteilt sich auf die übrigen Stadt- und Ortsteile sowie den Landkreis.
Zur Auswahl standen 15 Spiel- und Freizeitelemente, die bereits hinsichtlich ihrer Eignung für den Standort vorausgewählt wurden. Im Ergebnis der Online-Befragung werden folgende Elemente gewünscht:
  • 1. Platz: Calisthenicanlage
  • 2. Platz: Skate-Elemente
  • 3. Platz: Bodentrampolin
  • 4. Platz: Riesenschaukel
  • 5. Platz: legale Graffitiflächen
  • 6. Platz: Parkourelemente

Als ergänzende Wünsche wurden von den Beteiligten folgende Ausstattung genannt:
  • Bänke / Sitzmöglichkeiten
  • Überdachungen
  • Hängematten
  • Tische / Sitzgruppen
  • Mülleimer
  • Liegemöglichkeiten
  • Schatten

Mit den Ergebnissen aus der Befragung und der Anwohnerinnen- und Anwohnerbeteiligung beginnt das beauftragte Büro Linnea Landschaftsarchitektur Griebenow & Kruse Partnerschaft mbB (Hannover) in Kooperation mit DSGN CONCEPTS KG (Münster) einen Entwurf für die Spiel- und Freizeitanlage zu erstellen. Dabei wird die potenzielle Lärmentwicklung, die von der Spiel- und Freizeitanlage ausgehen kann, von Anfang an Bedacht und durch eine Schallschutzgutachter begleitet. Ziel ist, nur solche Spiel- und Sportelemente zu errichten, die mit der angrenzenden Wohnnutzung verträglich ist. Insgesamt soll die neue Spiel- und Freizeitanlage in eine Grünanlage eingebettet sein, die für alle Generationen Angebote bereithält und somit auch neue Aufenthaltsflächen für Anwohnerinnen und Anwohner schafft. Erst wenn der Entwurf abschließend mit den Nutzerinnen und Nutzern sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern abgestimmt ist, beginnt die Realisierung der Anlage. Die zweite Beteiligungsrunde ist für den Spätsommer 2021 vorgesehen.

Zielstellung ist, zum Jahreswechsel 2022/23 die Spiel- und Freizeitanlage fertigzustellen. Als potenzielles Projekt der IBA-Thüringen sowie der übergeordneten Zielstellung aus dem Rahmenplan einer klimagerechten Quartiersentwicklung soll die Anlage ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen. Inwieweit diesen Anforderungen entsprochen werden kann, wird im Zuge der Planung geklärt.
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