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Wohnhaus Gumpertstraße 1 in Nordhäuser Altstadt saniert und bezogen

Montag, 29.Oktober 2012, 09:36 Uhr
Nordhausen (psv) Komplett fertig gestellt ist jetzt nach einjähriger Sanierung das Haus in der Gumpertstraße 1. Sämtliche Etagen sind bewohnt. Der Innenhof ist fertig gestellt.

„Damit setzte die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Nordhausen (SWG) ihr Engagement in der Nordhäuser Altstadt fort, historische Bausubstanz zu bewahren und zu sanieren. Die Einnahmen der Gesellschaft fließen nicht in fremde Taschen, sondern werden hier vor Ort wieder eingesetzt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh. Das denkmalgeschützte Haus zählt zu den ältesten Profanbauten der Stadt. Es wurde 1644 gebaut und befand sich bis zum Abschluss der Sanierung im Mai 2012 in einem stark zerfallenen Zustand. „Jetzt hat man durch die Sanierung und den dreigeschossigen Ergänzungsbau auf der Hofseite moderne Lebensqualität mit dem Charme der Historie verbunden“, so Zeh.

Straßenseite mit Pilsterrahmung
„Die Bauaufgabe für die schon totgesagte Ruine war für alle am Bau Beteiligten eine interessante Herausforderung“, sagte Architekt Michael Waldheim vom beauftragten Nordhäuser Architekturbüro Nording. Undichte Dachflächen, Deformierungen der Tragegebinde und verfaulte Hölzer haben das Gefüge des Hauses beschädigt. Das Tonnengewölbe war einsturzgefährdet, so dass das dreigeschossige Haus im Erdgeschoss zur Neugründung komplett abgefangen werden musste. 60 Prozent der ca. 350 Jahre alten Hölzer konnten erhalten und aufgewertet werden. „Auch die Pilsterrahmung des Schaufensters im Erdgeschoss und die keramischen Fliesen im schwarz weißen Dekor mussten dem stark maroden Zustand des Gebäudes nicht zum Opfer fallen“, erklärt Waldheim.

Hofseite mit dreigeschossigen Anbau

Durch den dreigeschossigen Ergänzungsbau auf der Hofseite seien drei attraktive Wohnungen von 45 bis 90 Quadratmetern mit versetzten Terrassen und Balkonen für jede Wohnung möglich geworden.