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„Krieg und Frieden“ - Heft 1/2015 der „Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ erschienen

Montag, 02. März 2015, 14:17 Uhr
Nordhausen (psv) „Auch die erste Ausgabe der „Nordhäuser Nachrichten. Südharzer Heimatblätter“ des neuen Jahres 2015 ist voller spannender, wie auch nachdenklich stimmender Artikel zur jüngeren Geschichte von Stadt und Landkreis Nordhausen.“ So kündigt jetzt der Leiter des Stadtarchivs Dr. Wolfram Theilemann die Herausgabe des neuen Heftes an, das ab sofort in der Stadtinformation und auch in der Buchhandlung Rose erhältlich ist.

Die aktuelle Ausgabe wird von drei aufeinander bezogenen Abbildungen eingerahmt. Auf dem Titelblatt ist die wohl vielen kaum bekannte Bleicheröder Skulptur „Krieg und Frieden“ von Gerhard Marcks (1889-1981) zu sehen, die 1939 enthüllt wurde. Die Umschlaginnenseite offenbart demgegenüber einen gleichfalls kaum bekannten Blick auf die Reste der Blasii-Straße im Winter 1951 durch den Malers und Grafiker Winfried Warmke – eines ehemaligen Nordhäusers, der um 1950 Schüler von Prof. Martin Domke war. Auf der letzten Umschlagseite findet der Leser eine selten präzise Ansicht der Nordhäuser Bahnhofstraße 1892, lange vor Krieg und Zerstörung.

Die geschichtlich-landeskundlichen Beiträge werden in dieser Ausgabe von Paul Lauerwald auf das noch unausgeschöpfte Thema des Kampfes gegen Alkoholmissbrauch in der „Kornstadt Nordhausen“ eingeleitet. Es folgen ungewöhnliche Einblicke in die lokale Theatergeschichte durch die Leiterin des Wurzener Ringelnatz-Museums, Dr. Sabine Jung: Sie stellt eine Sommertournee von zum Teil langjährig hier tätigen Nordhäuser Theaterschauspielerinnen und –schauspielern mit dem Kabarettisten Joachim Ringelnatz Anfang der 1930er Jahre vor.

Dr. Arie Hartog, Leiter des Hamburger Gerhard-Marcks-Hauses, offeriert anschließend zur Ikonographie des auf der Titelseite präsentierten Bleicheröder Denkmals als „Zeichen eines anderen Deutschlands“. Der erst Ende 2014 verstorbene Biologie-Lehrer und Umwelt-Aktivist Ernst Stiede hinterlässt den Leserinnen und Lesern mit seinen sehr persönlichen Erinnerungen an Krieg und Gefangenschaft 1944-1946 eine bewegende und zugleich aufstörende Botschaft. Dr. Dirk Schmidt erweitert diese um eine Mahnung gegen Verhetzung, Überheblichkeit und Hass anhand eines deutsch-jüdischen Schicksals aus Bleicherode. Die Sparte wird mit dem Jahresrückblick auf Nordhausen in 2014 abgerundet.

In den „Nachrichten aus Archiven, Museen und Bibliotheken“ berichten Jürgen Rennebach und Dr. Peter Kuhlbrodt über den – leider! – vergeblichen Versuch einer Ausstellung über einen zu unrecht fast vergessenen Nordhäuser Harfenbauer. Schließlich bieten drei Zugänge in die Sammlungen des Stadtarchivs sehr private Einblicke in die Lebenswelt der Nordhäuser vor 1945 von Hans-Dieter Werther, vom 3./4. April 1945 von Ruth Böhm und nach 1945/1946 aus der Sicht eines sudetendeutschen Flüchtlingsmädchens, Helga Haller-Dommermuth.

Heft 2 und 3 der „Nordhäuser Nachrichten“ werden aus gegebenem Anlass als gemeinsame Sondernummer am 1. Juni 2015 erscheinen.


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